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Titelblatt

Eine fröhliche Rasselbande

Sich auf dem Kinderspielplatz so richtig austoben und Grimassen schneiden, das macht dieser frechen Bregenzerwälder Rasselbande aus Alberschwende richtig Spaß. L. Berchtold

„AKK“ im Interview

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über gescheiterte Maut-Pläne, Beschränkungen im Transitverkehr und die AfD.

„Scherz“ mit Kinderpornografie

Am Landesgericht Feldkirch ist am Montag ein 32-jähriger Abteilungschef eines Vorarlberger Gastronomiebetriebes wegen des Vergehens der pornografischen Darstellung von Unmündigen zu einer bedingten Freiheitsstrafe von vier Monaten und 4000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. »B1

Zu hoch für den Römergrund

Seit Jahren wälzt Gastronom Ernst Seidl Pläne für ein Businesshotel samt Produktionsstätte für das Eventcatering und eine Location für Veranstaltungen. Nun erntet das Projekt kurz vor der Bauverhandlung harte Kritik. Der Rankweiler Grünen-Politiker Christoph Metzler protestiert. »D1

„Il trovatore“ im Klosterhof

Im Mittelpunkt der St. Galler Festspiele steht heuer die Inszenierung von Verdis Oper „Il trovatore“ vor der Fassade der Stiftskirche. Dabei wird ein Bogen vom Mittelalter über das Barock in die Gegenwart gespannt. Im guten Sängerensemble überzeugt der Feldkircher Martin Summer als Ferrando. »D6

Politik

politik in kürze

Iran überschreitet Obergrenzewien  Der Iran hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) erstmals die...

Vorarlberg

Benetzungsfahrten der ÖBB

Um der Entstehung von Böschungs- und Schwellenbränden vorzubeugen, wurden auf der Westrampe der Arlbergstrecke sogenannte Benetzungsfahrten durchgeführt. Diese werden von der ÖBB Betriebsfeuerwehr in Abstimmung mit den Feuerwehren vor Ort je nach Bedarf vorsorglich durchgeführt. Der Löschzug führt dabei eine Wassermenge von 73.000 Litern mit. ÖBB/Mayr

Mitanand

hohenems Bedeutende Ereignisse werfen bekanntlich lange Schatten.

Badespaß

Mit diesem Lieblingsteil liegt Natalie (23) aus Schlins dieser Tage immer richtig. VN/Steurer

Lokal

Ermittlungen eingestellt

St. Anton am Arlberg Nach einem tödlichen Lawinenabgang in St. Anton am Arlberg im Jänner, bei dem ein...

Feldkirc

Bregenz

Open-AirKonzert

Gleich sechs Bands präsentierten ihr musikalisches Können im Rahmen des Open Airs der Musikschule Bludenz. Der Schulpark bot für diesen Event eine sehr stimmige Kulisse. „Das Open Air bildet einen geeigneten Rahmen, um die Populärmusik präsentieren zu können. Wir planen, diesen Bereich in der Musikschule in Zukunft weiter auszubauen. Ich bin sehr froh, dass unsere Lehrer so initiativ sind und für ihre Bedürfnisse eine passende Veranstaltung kreieren“, so Musikschuldirektor Thomas Greiner. Für die Organisation des Open Airs waren Arnold Chan und Ulli Sparr maßgeblich verantwortlich. BI

Dornbirn

Bludenz

Chronik

Sport

FIFA-Frauen-WM 2019 Halbfinale* ...

Ein perfekter Tag

Spielberg Der Krimi von Spielberg ist das beste Gegengift zur diagnostizierten Langeweile in der...

Wohin

19 UhrFLATZ-MUSEUM, dornbirn

Ein Panorama definiert sich über den Blick auf alles und das Ganze. So erweitern Panoramabilder den Blick auf die Welt. Die Möglichkeit auf neue Perspektiven und Blicke bestehen ab heute im Flatz-Museum. Hier findet die Ausstellungseröffnung „Panorama“ statt. Gezeigt werden Fotografien aus dem Bereich „Yard Long Photographs“ aus den Wiener Sammlungen Jelitzka und von Mayreck. Am heutigen Eröffnungsabend erzählt das Schriftsteller-Ehepaar Monika Helfer und Michael Köhlmeier seine ganz eigenen Geschichten zu ausgewählten Bildern, und Kurator Dr. Gerald A. Matt spricht zur Ausstellung. Dauer: bis 21. September. www.flatzmuseum.at  KATHARINA STÖGMÜLLER

Menschen

Schöne Klänge auf der Sommerterrasse

Rund 300 Gäste durften bei sommerlichen Temperaturen die ersten Kostproben aus Rigoletto und Don Quichotte auf der Sommerterrasse des Casino Bregenz genießen. Das jeweils im Premierenjahr stattfindende Sommerfest des Casinos ist mittlerweile ein gesellschaftlicher Fixpunkt in Bregenz und erfreute sich zahlreicher Gäste aus Kultur, Politik und Gesellschaft. Das italienische Buffet unterstrich das Motto des Abends, die Oper in drei Akten „Rigoletto“ von Guiseppe Verdi. Moderatorin Heidi Winsauer führte die Gäste charmant durch den Abend und begrüßte unter anderen Hausherr und...

Markt

Perspektiven eines großen Bildes

Das „Big Picture“ bestimmt die Strategie der Vorarlberger Industriellenvereinigung, deshalb war das große Bild auch Thema der von ORF-Journalist Roman Rafreider moderierten Politikerrunde, die den Auftakt zum IV-Sommerempfang bot.

Wirtschaft Aktuell

Börsenstreit eskaliertBrüssel Der Konflikt zwischen der Schweiz und der EU hat mit der gegenseitigen Blockade der...

2,216

Millionen Arbeitslose gibt es derzeit in Deutschland.

ATX 3007,30 Punkte

Wien Die Wiener Börse hat am gestrigen Montag bei durchschnittlichem Volumen mit freundlicher...

Leserbriefe

„Vierte Macht“

Zur Erklärung der österr. Chefredakteure (15.6.19) und zum Interview mit Kurz auf Ö3 (23.6.19):In ihrer Erklärung zum Ibiza-Video präsentiert sich Herr Riedmann mit 20 weiteren österr. Chefredakteuren als „vierte Macht“, womit sich diese Herrschaften auf dieselbe Ebene wie Justiz, Verwaltung und Volksvertretung stellen, ohne dass sie jedoch – wie diese drei Institutionen – einer vergleichbaren Kontrolle unterliegen. Wie Ex-Kanzler Kurz in seinem Interview vom 23. Juni auf Ö3 nennen auch die 21 Chefredakteure als Ursache für den Sturz der letzten Regierung das Ibiza-Video und verkürzen damit die Kausalkette in bedenklicher Weise. Dieses Video war Ursache für Straches Rücktritt. Ursache für den Sturz der Regierung war in Wirklichkeit die von Kurz und Van der Bellen gemeinsam betriebene Absetzung von Innenminister Kickl, der mit Ibiza gar nichts zu tun hatte. Dass sich die FPÖ einen ihrer Minister nicht einfach herausschießen lässt, hätte sich Kurz denken können. Die fadenscheinige Begründung, Kickl könne als Innenminister im Falle von Untersuchungen der Ibiza-Affaire befangen sein, ist schon deshalb haltlos, weil solche Untersuchungen bekanntlich von der im Justizministerium beheimateten Staatsanwaltschaft und nicht vom Innenministerium geführt werden. Ohne Kickl’s Absetzung hätte die von Kurz immer wieder hochgelobte türkis-blaue Regierung (allerdings ohne Strache) bis zum Ende der Legislaturperiode weiterarbeiten können. Dafür, wie es zu diesem Zusammenspiel zwischen Kurz und Van der Bellen gekommen ist, interessiert sich unsere „vierte Macht“ natürlich nicht.Dr. Jörg Frey, Feldkirch

Voller Vorurteile und herabwürdigend

Zum Kommentar „Stunde der Heuchler“ von Harald Walser, VN vom 24. 6.:Sicher, ein Zeitungskommentar braucht Biss. Aber würden Sie, Herr Walser, als AHS-Direktor und damit besonderes Vorbild für die Jugend einen Schülerzeitungskommentar gutheißen, der in Stil und Inhalt dem Ihren aus vorurteilsüberladenen, herabwürdigenden Worten gleicht (und offenbar vom „Standard“ Behauptungen einfach unhinterfragt und zudem verkürzt abschreibt)? Man muss die kommentierten Menschen nicht mögen – oder doch? – „Liebt eure Feinde!“– aus dem von Ihnen zitierten Evangelium. Sind jedoch Ben Fitzgerald – „dieser Herr“ ist Ihnen nicht einmal seinen Namen wert –, Gudrun Kugler, Sebastian Kurz und 10.000 Betende für Sie noch vollwürdige Menschen, oder nur mehr „Heuchler, Sektierer, Rechtsextreme, katholische Fundamentalisten, Schwafler“? Auch wird Ihre Ansicht über das komplexe Verhältnis von Religion zu Staat nicht höherer Allgemeinbildung gerecht. Abgesehen davon, dass Österreich kein strikt laizistischer Staat oder gar Nordkorea ist, scheint Ihre Meinung zu Religion als Privatsache dem nahe zu kommen, was Ingvill Thorsen Plesner vom norwegischen Zentrum für Menschenrechte unter „säkularem Fundamentalismus“ versteht: „One’s religious identity is hence something that should be left behind, hidden or at least not clearly manifested when entering the public domain and especially public institutions“ (The European Court on Human Rights between fundamentalist and liberal secularism. Paper aus 2005).Markus Hofmann, Dornbirn

Klimawandel-aktionismus

Klimawandelaktionismus, von vielen demonstrierenden Leuten begrüßt, da wird noch einiges auf uns zukommen. Dass es illusorisch sein dürfte, den Klimawandel mit unserem eigenen CO2-Aufkommen von etwa zwei Prozent abwenden zu wollen, dürfte eigentlich jedem klar sein. Einen prozentuell deutlicheren Effekt bei viel höheren Emissionszahlen zur erzielen, das ist wohl viel einfacher. Dass die Hauptverursacherländer unserem Beispiel folgen werden, scheint mir eine Utopie zu sein. Die werden lieber das Geld aus Umweltzertifikaten kassieren und als „Feigenblatt“ ein paar Vorzeigeprojekte in Ballungszentren wirksam präsentieren, trotzdem jedoch ihre eigenen Wirtschafts- und Machtinteressen weiterverfolgen.Die Zukunft unserer jungen Menschen darin zu sehen, dass der nicht leicht zu reduzierende zwei Prozent CO2-Anteil mit großem Kostenaufwand und Mühen zu erreichen ist, wird am Klimawandel nicht viel ändern, zumal u.a. auch die Überbevölkerung und Vermüllung unserer Erde problematisch ansteht.Zu glauben, dass der Mitmensch neben mir dafür zu sorgen hat, dass da eine ordentliche Reduktion bei diesem geringen Prozentsatz stattfindet und man selbst nur hinsichtlich Meinungsäußerungen davon betroffen sein werde, finde ich einfältig gedacht. Eine Zukunft ohne SUVs, ohne Flugreisen und vielen weiteren Einschränkungen, jedoch mit erst zu erwirtschaftenden, immer höher steigenden finanziellen Belastungen für Normalverdiener, davon werden unsere Zukunftsvisionäre sicherlich nicht gerade träumen, aber damit konfrontiert werden.Kurt Höfferer, Hörbranz

Könige und Priester

In seinem Leserbrief vom Samstag kritisiert VN-Kommentator H. Walser, der freikirchliche Prediger der „Awakening“-Veranstaltung in Wien habe dazu aufgerufen, dass „Politiker und Geschäftsleute“ ihren Platz als „Könige und Priester“ einnehmen sollen. Und stellt die Frage, ob das katholisch sei? Ich kann ihn beruhigen, das ist zutiefst katholisch. Ich weiß nicht, ob Dr. Walser christlich (katholisch?) getauft ist, aber bei der Spendung des Taufsakraments wird der Täufling mit Chrisam gesalbt als „Priester, König und Prophet“, denn das sind wir durch die Taufe in Christus (vgl. dazu: KKK 1241; oder: Aus der Taufe leben. Das gemeinsame Priestertum aller Getauften. Erzdiözese Wien). Das ist eine biblische und theologische Wahrheit. Jeder Christ (sei er katholisch, evangelisch oder freikirchlich) ist dazu berufen, in Kirche, Gesellschaft und Welt zum Wohle des Nächsten als „Priester, König und Prophet“ zu handeln und christliche Verantwortung wahrzunehmen. Zu nichts anderem hat der Prediger in Wien aufgerufen.Dr. Christian Röthlin, Bregenz

Zukunftsweisend

Wenn für Landeshauptmann Wallner, wie er öffentlich erklärt, eine „conditio sine qua non“, d. h. eine elementare Bedingung für eine Mitarbeit der anderen politischen Parteien in seiner künftigen Regierung ist, dass sie dem Bau der unterirdischen Verkehrsspinne für den Straßenverkehr in Feldkirch zustimmen, beweist, dass er die wesentlichen Elemente einer zukunftsorientierten Politik in Vorarlberg voll erfasst hat. Das ist nahezu überirdische Voraussicht.Dr. Günther Hagen, Dornbirn

In was für einer Gesellschaft leben wir?

Awakening Europe Austria: Zehntausende aufgeweckte Christen aus vielen Nationen reisen an und beten für das gefährdete Europa, um es „aufzuwecken“ für ein neues Leben in Jesus Christus! Ein öffentlicher Verantwortungsträger zeigt seine Wertschätzung dafür! Vertreter anderer Parteien, genauso eingeladen, kommen nicht! Ein Pastor betet für diesen Besucher und segnet ihn im Namen Gottes. Was soll da falsch daran sein? Und dann diese mediale Häme und Verdrehung eines bis jetzt in Österreich einmaligen Events! M. E. zeigt sich damit auf beschämende Weise die Ignoranz und auch Meinungsmache österreichischer Journalisten. Solche Großveranstaltungen mit Huntertausenden finden auf der ganzen Welt statt. Seit 2013 sind nun auch in Österreich christliche Freikirchen staatlich anerkannt; weltweit zählen sie inzwischen über 700 Millionen. Geschichtswissen: Freikirchen sind die späten Nachkommen vieler vor Schwert und Scheiterhaufen geflüchteter österreichischer Waldenser und (Wieder)Täufer aus der radikalen Reformation (Zürich 1525), die ab dem 20. Jhdt. in ihre alten Heimaten zurückkommen. Weltweit sind evangelische Freikirchen die schnellst wachsenden Religionsgemeinschaften und transformieren ganze Länder und Kontinente! Zeitgleich: Gefördert mit öffentlichen Steuergeldern wird in Wien die „Gay-Parade“ gefeiert, mit der sexuelle Vielfalt zur neuen Religion gekürt wird. Welcher Gott wird dort angebetet? Dazu kein medialer Aufschrei!Dr. Hella Hagspiel-Keller, Bregenz

As langat

Winston Churchill wird nach Ende des Zweiten Weltkrieges der Spruch „Wir haben das falsche Schwein geschlachtet!“ zugeschrieben. Derselbe Gedanke geht mir durch den Kopf, wenn ich den unendlichen, meist vergeblichen Kampf der Natur- und Umweltschützer gegen den Erschließungsdrang der Touristiker betrachte, die mittlerweile nicht mehr nur den Wintertourismus, sondern auch den Sommertourismus mit Rodelbahnen und neuerdings auch mit „Bikeparks“ (Projekt Brandnertal) beglücken. Negative Stellungnahmen der Naturschutzorganisationen, selbst die der eigenen beamteten Naturschutzgutachter, werden übergangen, zahlreiche negative Äußerungen aus der Bevölkerung einfach überhört. Unsere Empörung sollte aber nicht nur den Planern und Betreibern gelten, die nur ihren Job als Erfüllungsgehilfen von Gemeinden und Investoren machen, die sich eine wachsende Auslastung ihrer Infrastruktur wünschen, sie sollte vor allem jenen Personen gelten, die an den Hebeln der Macht sitzen und die Entscheidungsbefugnis haben und diese fast ausschließlich nur zum Nachteil des Natur- und Umweltschutzes anwenden. Letztendlich sind es die Bezirksverwaltungsbehörden, die Gemeinde- und Landespolitiker, die diese Projekte fördern und bewilligen. Von diesen Köpfen müssen wir ein Umdenken einfordern, in diesen Köpfen müsste dem Natur- und Umweltschutz endlich der gleiche Stellenwert eingeräumt werden wie dem Wirtschaftswachstum und dem angeblichen „öffentlichen Interesse“. Solange das nicht der Fall ist, schließe ich mich weiterhin der Meinung von Sir Winston Churchill an.Helmut Ernstson, Feldkirch

Mangelhafter Kundenservice der ÖBB

Da ich keinen Führerschein besitze, in Bludenz wohne und in Feldkirch arbeite, bin ich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, nehme aber regelmäßig das Fahrrad im Zug mit. Seit einiger Zeit fällt mir eine zunehmende Kunden(un)-freundlichkeit der ÖBB gegenüber Fahrgästen mit Fahrrad auf. Konkret handelt es sich um folgende drei Züge, die unter der Woche alle mit Wiesel-Doppelstock-Garnituren bedient werden: REX 5585, Feldkirch ab 17.14 Uhr, REX 5587 Feldkirch ab 17.44 Uhr und S1, Nr. 5625, Feldkirch ab 18.01 Uhr. Beim ersten fehlt meistens der Triebfahrzeugkopf mit stufenlosem Einstieg, der vorne durch eine Lok ersetzt wird, dafür befindet sich hinten ein Fahrrad-Transportwaggon mit Stufeneinstieg, wo man das Fahrrad mühsam hineinheben muss; beim zweiten ist beim betreffenden Waggon meistens die Türe defekt. Einzig letzterer ist meistens pannenfrei. Als ich kürzlich eine Schaffnerin darauf ansprach, wollte sie mir weismachen, dass der Triebkopf nach Wien zur Reparatur gegangen sei. Auf meine Antwort, dass das schon täglich der Fall sei, wusste sie keine Antwort mehr. Mit Kundenfreundlichkeit gegenüber Fahrgästen mit Fahrrad hat das meiner Meinung nach nichts mehr zu tun.Andreas Bertolini, Bludenz

Die Arroganz

der MachtDie gemeinsame Initiative von 13 Vereinen und Institutionen zu einem Moratorium in der Sache Landesgrünzone wird von Landesrat Rüdisser als Sprecher und Vertreter der ÖVP-Position vehement abgelehnt („Grünzone lässt Köpfe rauchen“, VN 29. 6. 2019). Als Begründung wird wieder einmal die Keule der Standortgefährdung geschwungen. Die langjährigen Planungsprozesse der Gemeinden würden die künftige Entwicklung konterkarieren. Bei der Raumbildkonferenz ist eines ganz klar geworden: so kann es nicht weiter gehen! Bildlich gesprochen ist die ÖVP gegenüber den Ergebnissen dieser Konferenz mit Vollgas als Geisterfahrer unterwegs. Die Expertise des Naturschutzrates wird genauso ignoriert wie die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter(innen) der Raumbildkonferenz, die sich von dieser Politik verhöhnt sehen müssen. Völlig einseitig wird nur der alten Wachstumsideologie gehuldigt. Mehr vom Gleichen ist die Devise, ganz nach dem Slogan „Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s allen gut“. Die Verlogenheit dieser Propaganda hat sich längst erwiesen. Wenn die Richtung nicht stimmt, wäre es vernünftig, erst einmal stehen zu bleiben. Genau das hätte ein Moratorium bedeutet.Eine Neuorientierung durch einen demokratischen Prozess, der statt die besten Böden zu versiegeln, nach enkeltauglichen und klimaverträglichen Wegen im Sinne des Gemeinwohls sucht. Über diesen möglichen Prozess einfach drüberzufahren, ist Dialogverweigerung und spiegelt die ganze Arroganz der Macht.Franz Ströhle, Vlbg. Alpenschutzverein, Dornbirn

Großspenden sind Wahlbeeinflussung

Die ÖVP und besonders Herr Kurz haben immer noch nicht begriffen, dass sie uns dieses apokalyptische Desaster eingebrockt haben. Die ÖVP-Granden, weil sie dem unerfahrenen Politneuling einen Blankoscheck ausgestellt haben und dieser, nur um ans Ruder zu kommen, sich mit Belzebub ins Bett gelegt hat! Ein Schuldbewusstsein scheint diesem Herrn nicht zu eigen zu sein, denn diese „politische Pleite“ kostet uns alle eine beachtliche Stange Geld. Einziger Lichtblick in dieser Affäre ist die hervorragende Leistung von Bundespräsident Prof. Dr. Van der Bellen und Frau Dr. Brigitte Bierlein, die uns eine Ruhepause erarbeitet und wieder demokratische Verhältnisse hergestellt haben. Was nun die Wahlwerbekosten der Parteien betrifft, so gibt es nur eine einzige saubere Lösung: Diese Kosten sind vom Staat zu tragen. Denn jede Art von Großspenden sind nichts anderes als das, was sich in Ibiza abgespielt hat: Korruption und eine ekelhafte Wahlbeeinflussung des Willens der Bevölkerung. Die heutigen Möglichkeiten der Wahlwerbung sind mit Medien, ORF und Internet kostensparend zu betreiben. Wahlplakate sind ein sinnloser Schmarren und de facto ohne Wahrheitsgehalt. Die braucht niemand. Die Großbetriebe, die diese Gelder locker machen, sollten dies besser ihren Angestellten, insbesondere den Frauen, zukommen lassen, die unsere Wirtschaft erst möglich machen und die über den Binnenmarkt wieder in den Steuersack zurückfließen.Ing. Gerhard Miltner, Bregenz

Kassenfusion kostetVorarlberger Gelder

Das mit den Zusatzpensionen und der medizinischen Versorgung wird sich demnächst schlagartig ändern. Durch die Zusammenlegung der Kassen wird das Geld in den Osten gekarrt – und was zurückkommt, reicht vermutlich weder für die medizinische Versorgung noch für die Zusatzpensionen. Und was macht die Landesregierung? Sie sieht dieser Scharlatanerei tatenlos zu. Werte Landespolitiker, unternehmt endlich was. Seht zu, dass die VGKK wieder eigenständig wird und macht was gegen die Raubzüge der Länder jenseits des Arlbergs. Es ist das Geld der Vorarlberger Beitragzahler, es hat im Land zu bleiben und ist für die Ländle-Bevölkerung zu verwenden. Jahrzehnte musste Vorarlberg die „Geld-zum-Fenster-Hinauswerf-Politik“ der östlichen Kassen finanzieren. Soll denn Vorarlberg ewig die Melkkuh Österreichs bleiben?Roland Geiger, Nenzing

Bildungsauftrag

Zum Bericht „Ruf nach Sexualer-ziehung durch externe Experten“, VN vom 24. 6.2019:Lehrervertreter wie Herr Witzmann scheinen hinsichtlich der Arbeit eines Großteils der sexualpädagogischen Vereine blauäugig zu sein. Diese sind nämlich ideologisch fragwürdig und vertreten das Konzept der sogenannten „sexuellen Bildung“, nämlich Anleitung zu sexuellen Erfahrungen und forcierter Selbstentblößung der Schüler vor den anderen, worüber immer mehr erschütternde Klagen von Schülern und Eltern vorliegen. Was wir stattdessen brauchen, ist eine „auf Sexualität bezogene Bildung“, wo intime Fragen als Sachfragen verstanden und aufgegriffen werden. Die Schule hat einen ganz anderen, dem Selbstverständnis der Vereine zuwiderlaufenden Bildungsauftrag und nicht das Recht, die intimen Grenzen der Schüler zu überschreiten und sie in ihrer Einstellung zur Sexualität ideologisch zu beeinflussen.Dr. med Christian Spaemann,Schalchen b. Mattighofen

Grünzone

Obwohl LR Rüdisser berihigend sagt, dass nur ein paar Prozent der Grünzonenfläche in den letzten Jahren aufgelöst wurden, ist dazu anzumerken. Irgendwann haben wir im Ländle keine Grünzone mehr. Warum hat man überhaupt einen Grünzonenplan eingeführt, wenn er bei Brdarf nicht mehr gilt? Übrigens : unser Land wird nicht größer! Das heisst „Weg ist weg“. Aber das scheint der ÖVP egal zu sein.Manfred Greif, Höchst

Kultur

Trends

Welt

Es wird bunt

Das Modehaus Schiaparelli hat für die Frühjahr-/Sommerkollektion 2020 tief in den Farbtopf gegriffen. AP

Hungrige Nager

Auch kleine Zootiere müssen hin und wieder zum Arzt: Die sechs Murmeltierbabys aus dem Zoo Osnabrück haben in den vergangenen Wochen ordentlich an Gewicht zugelegt. Die Nager kamen Anfang Mai mit gerade einmal 30 Gramm auf die Welt. Bei ihrer ersten Untersuchung brachten sie bereits das Zehnfache auf die Waage. Zoo Osnabrück
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