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Titelblatt

Von Lustenau in den Libanon

Der Lustenauer Landwirt Reinhard Hofer beherbergte höchstwahrscheinlich jenes Kalb, das letztlich im Libanon geschächtet wurde. Verkauft hatte er es nach Schwarzach. »A5 VN/Hämmerle

455,4

Millionen Umsatz machte der Nenzinger Baumaschinenhersteller Liebherr im vergangenen Jahr, fünf Prozent mehr als 2018. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit weiterem Wachstum. »D1

Sechs Monate Haft für Unfalllenker

Er drängelte erst auf der Autobahn und legte dann plötzlich eine Vollbremsung ein. Vier Autos wurden daraufhin in einen Unfall verwickelt. Dafür wurde ein 41-jähriger Serbe am Landesgericht Feldkirch verurteilt. »B1

Vergoldetes Trio bei Hallentitelkämpfen

Nachwuchstrio Oluwatosin Ayodeji, Nesta Ezeh und Lumbardh Murtezi bestätigt mit Titelgewinnen zum Abschluss der Hallensaison bei ÖLV-Einzelmeisterschaft den Aufwärtstrend im Vorarlberger Leichtathletikverband. »C3

967 Unternehmer bei der Wahl

In sechs Tagen wird in der Wirtschaftskammer gewählt. Die Wahlgemeinschaft „Vorarlberger Wirtschaft“ läutete am Montag das Finale ein. Das Team besteht aus 967 Unternehmern aus allen Branchen. »D2

Musikalische Entdeckungsreise

Es steckt ein unglaubliches Potenzial in der russischen Musikkultur des 20. Jahrhunderts. Das wurde wieder einmal klar beim jüngsten Bregenzer Meisterkonzert mit dem Geigen-Superstar Nemanja Radulovic. »D6

Politik

Coronavirus in kürze

Erster Fall in SüdtirolBozen In Südtirol ist ein erster Coronavirus-Fall gemeldet worden.

Vorarlberg

Proteste für Assange

Begleitet von Protesten hat am Montag in London die erste Anhörung um den US-Auslieferungsantrag gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange begonnen. Die US-Justiz wirft dem 48-Jährigen vor, der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen veröffentlicht zu haben. Bei einer Verurteilung drohen dem gebürtigen Australier bis zu 175 Jahre Haft. RTS

Pimmlberger

Dies ist ein anderes Wort für Dummkopf, Idiot oder Blödmann.

Einfach "nersche Henna"

Heute geht die fünfte Jahreszeit ins große Finale. Dutzende Vorarlberger Faschingsnarren haben uns im Rahmen der VN-Mäschgerle-Aktion ihre Schnappschüsse geschickt. So auch Katharina Schuler und ihre Faschingsgruppe, die als „nersche Henna“ in Muntlix unterwegs waren. Stürzen Sie sich heute noch ins bunte Treiben? Dann schicken Sie uns Ihr Foto mit Name und Adresse sowie dem Betreff „Mäschgerle“ an redaktion@vn.at  Die VN küren die kreativsten und lustigsten Faschingsfotos. Als Preise winken zwei Rundflüge mit Wucher Helicopter und Einkaufsgutscheine von Lidl.

Die Hunderetterin

RANKWEIL Die Videoaufnahmen haben Entsetzen ausgelöst: Kälber, die aus Vorarlberg über Spanien bis...

Hut ab!

Julia (23) aus Höchst zaubert im Nu ein cooles Outfit aus dem Hut. VN/Steurer

Lokal

Ins Freie gerettet

Nach einem Brand in einer Urlauberunterkunft im Bezirk Landeck haben mehrere...

Bludenz

Bregenz

Feldkirc

Dornbirn

Chronik

Sport

Bei Diego zu Hause

Erstmals in seiner Karriere wird Superstar Lionel Messi im Stadio San Paolo spielen, das Stadion war einst das Wohnzimmer seines legendären Landsmanns Diego Maradona. „Ich bin wirklich sehr aufgeregt“, sagte der sechsmalige Weltfußballer im Vorfeld der Partie gegen den SSC Neapel. Und Messi zeigt sich vor der Champions-League-Partie in bestechender Form. Nach zuletzt vier Spielen ohne Torerfolg – seiner längsten Durststrecke seit sechs Jahren – traf er am Wochenende beim 5:0-Sieg gegen Eibar gleich vier Mal. Reuters

fußballszene

Saisonendeleverkusen Für Angreifer Kevin Volland von Bundesligist Bayer Leverkusen ist die Saison vorbei.

Wohin

19.30 Uhrlandestheater, bregenz

Das Stück „Antoinette Capet – Die Österreicherin“ steht noch drei Mal auf dem Programm des Vorarlberger Landestheaters: heute, 26. Februar, und am 11. März, jeweils 19.30 Uhr. Niklas Ritter (Text) lotet in seiner zweiten musikalischen Produktion mit Tilman Ritter (Musik) am Vorarlberger Landestheater aus, was die Geschichte zwischen Fremdbestimmtheit und Privilegien, zwischen Pomp und Ödnis bei Hofe uns selbst heute noch Neues verraten kann. Auch über uns, die Gesellschaft, in der wir leben und das Verhältnis, das wir zu Macht und Medien entwickelt haben. Tickets und weitere Infos landestheater.org vlt/anja köhler

20.30 Uhrkino rio, feldkirch

Sabine Derflinger legt ihren Film „Die Dohnal“ nicht als bloßes historisches Porträt an, sondern diskutiert Themen der Zeit und mahnt gegenwärtige frauenpolitische Defizite ein. „Die Dohnal“, der Film ist im Kino Rio in Feldkirch und im Metro-Kino-Center in Bregenz zu sehen.  dohnal/film

Menschen

Filmepen gesucht

Model Eva Padberg (40) findet, dass heutzutage keine „richtigen Filmepen“ mehr produziert werden. „Kino-Highlights aus den 90er-Jahren wie „Braveheart“, finde ich toll“, sagte sie. Ihr Mann liebe Horrorfilme, sie brauche etwas zum Abschalten. Reuters

Markt

KSV 1870

Eröffnete Konkurse in Vorarlberg Über das Vermögen von Patrik...

1,02

Milliarden Euro betrug der Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Hotellerie im Jahr 2019 und...

Wirtschaft Aktuell

1,4 Mrd. SmartphonesNürnberg Bis zu 1,37 Milliarden Smartphones weltweit dürften nach Schätzung des...

Leserbriefe

Vermeidbares Leid

Zum Leserbrief von Biobauer Willi Schneller aus Bludenz, vom 22.2.2020:Ich...

Kostenmilliarde(n) statt Patienten­milliarde

Anlässlich der Fusion der Gebietskrankenkassen zu einer Österreichischen Gesundheitskasse versprach der Bundeskanzler der damaligen türkis-blauen Regierung: „Wir sparen im System und schaffen es so, eine Milliarde bis 2023 zu lukrieren“. Ohne Wenn und Aber! Die aktuellen prognostizierten Zahlen zur ÖGK zeigen aber ein anderes, trauriges Bild: Anstatt der versprochenen Ersparnis gibt es in den nächsten Jahren gewaltige Mehrkosten, und zwar gleich 1,7 Milliarden in den nächsten fünf Jahren! Nur eineinhalb Monate hat es also gedauert, und die Österreichische Gesundheitskasse ist mit einem drohenden Finanzdesaster konfrontiert. Die österreichische Bevölkerung wurde „schlicht und ergreifend“ – wie es der Bundeskanzler gerne formuliert – belogen, nur um die Kräfteverhältnisse zugunsten der Arbeitgeber in den Gebietskrankenkassen zu verschieben. Behauptungen, das sich anbahnende Finanzdebakel sei Folge der bisherigen Struktur und die Einnahmenerwartungen mussten aufgrund der nachlassenden Konjunktur reduziert werden, sind wenig glaubwürdig. Zudem hätte ein vorsichtiger Kaufmann solche wirtschaftlichen Unwägbarkeiten in der Planung berücksichtigt. Und nun hat der Bundeskanzler noch die Unverfrorenheit, sich hinzustellen und zu verkünden, dass die Entwicklung der ÖGK im Plan liege. Nein, es war unredlich und populistisch, den Bürgern eine Patientenmilliarde zu versprechen.Armin Oelz, Dornbirn

Hauptsache Feindbild

Ich kenne jemanden, der durch Science Fiction und Geisterglauben aus einschlägiger Literatur nicht nur den Verstand, sondern gleich seine ganze Familie verloren hat. Trotzdem scheint er glücklich zu sein und fühlt sich gut dabei, der Naturwissenschaft ordentlich Paroli bieten zu können. Seit den letzten Wahlen sind die Lebenshaltungskosten um mindestens 30 Prozent gestiegen. Die Gewerkschaften fühlen sich nicht zuständig. Trotzdem zahlen die Mitglieder die Beiträge, die man für die Luxusdienstfahrzeuge der Spitzenfunktionäre dringend braucht. Es handelt sich also um ein soziologisches Phänomen, das es immer schon gegeben hat. Für Gott, Kaiser und Vaterland starben Abermillionen, und 1945 glaubte man immer noch fieberhaft an den Endsieg. Solange man/frau ohne nachzudenken ein eingefleischtes Feindbild in der Heldenbrust trägt, bleibt die vorgegaukelte Welt anscheinend heil. Die Hoffnung stirbt zuletzt, solange nur nicht die Vernunft zum Leben erweckt wird. Und wer in der Politik keine Feindbilder in die Luft seiner/ihrer nichtssagenden Reden malt oder gar selbst das Feindbild repräsentiert, wie etwa die Sozialdemokraten in Vorarlberg, wird höchstens einmal von geistig Wachen gewählt. Da kann sich die jeweilige Person für das angestrebte Amt zehnmal besser eignen oder auch längst bewiesen haben, in ehrlicher Absicht für die Menschen da zu sein.Thomas Amann, Bregenz

Was kommt nach 5G?

Innerhalb von wenigen Jahrzehnten hat sich die Mobilfunktechnologie von 1G auf 5G hochgemausert. Die Übertragungsfrequenzen und Bandbreiten haben sich drastisch erhöht und einhergehend auch die elektromagnetische Strahlung. Die gesundheitsschädigende Auswirkung sei mal dahingestellt. Meine Frage ist vielmehr: Wie geht es denn mit dieser Technologie weiter? Wenn in den vergangenen Jahrzehnten das Mobilfunknetz schon diese Entwicklung durchgemacht hat, mit welchen Frequenzen werden dann unsere Nachkommen bedient? Ohne den Politikern hier nahetreten zu wollen, aber eine Fahrgeschwindigkeit im Straßenverkehr zu verstehen und zu beschränken ist nun mal einfacher, als Frequenzen und Bandbreiten im Mega- oder Gigahertzbereich. Das 5G-Netz ist sicher eine tolle Technologie und ohne Zweifel ein neuer Standard. Geräte können miteinander kommunizieren. Aber müssen wir denn immer noch schneller sein, noch mehr vernetzt sein? Muss denn mein Kühlschrank mit dem Lieferservice des Supermarkts verbunden sein? In einer Zeit, wo selbst junge Arbeitnehmer sich lieber für mehr freie Zeit entscheiden als für mehr Lohn und Work Life Balance nicht nur ein Schlagwort ist, muss man sich schon fragen, ob wir hier nicht zur Geisel einer zweifelhaften Entwicklung werden? Sind wir hier schon auf dem richtigen Weg? Ja, wir sind es! Auch eine Sackgasse ist ein Weg.Tone Schneider, Klebern, Egg

Sicherheitskonferenz in München

Eine EU-Armee würde endlich zur Abnabelung von US-Amerika führen, und wie ich bereits 2017 geschrieben habe, die verschiedenen Waffensysteme mit 1,8 Millionen Soldaten in den damals 28 EU-Ländern reduzieren und vereinheitlichen. Eine flexible, unabhängige, gemeinsame EU-Armee wäre nur für den Schutz der EU zuständig und auch wesentlich kostengünstiger als das derzeitige Nato-System. Die EU-Armee müsste sich auch nicht an der permanenten US-amerikanischen Suche nach neuen Feinden zum Wohle der Waffenindustrie beteiligen. Der französische Präsident Macron liegt mit seinen Aussagen „wir sind dabei, ein Kontinent zu werden, der nicht an seine Zukunft glaubt, und ich möchte weder Frau Merkel anführen oder von ihr geführt zu werden“ richtig. Die deutsche Bundeskanzlerin blockiert mit ihrer US-Hörigkeit, seit Jahren die Selbständigkeit der EU. Dass der US-amerikanische Außenminister Pompeo die Sicherheitskonferenz zur Kritik an China, Russland und Iran nutzte, zeigt Trumps Interessen. Die Antwort des chinesischen Außenministers Wang Yi, „die USA wolle schlicht nicht akzeptieren, dass sich ein sozialistisches Land schneller entwickle“, war treffend. Wobei die Antwort vom iranischen Außenminister Javad Zarif, „wir sind kein rachsüchtiges Land“, zu hinterfragen wäre. Fakt ist, die US-Amerikaner sind im Nahen Osten in allen Krisengebieten federführend beteiligt und haben nur verbrannte Erde und der EU die Flüchtlinge überlassen.Alfred Fuchs, Dornbirn

Wahlen in England

Die Wahlen in England waren für die EU und für die Kommentatoren in unseren Medien eine brutale Klatsche. Wie haben sie doch ein zweites Referendum gefordert, damit die Jugend ihre Stimme erheben könne, weil das Votum für den Brexit durch Lügen herbeigeführt worden sei. („Sie werden Wahrheit Lügen und Lügen Wahrheit nennen“, steht schon so in der Bibel.) Und dann, viele Labour-Hochburgen fielen zum Teil erstmals in der Geschichte an die Konservativen, weil der Wunsch nach einem Verlassen der EU größer war als die über Generationen gelebte Parteiloyalität. Eine Union, die für den Otto-Normalverbraucher nur einen großen Vorteil hat, keine Grenzen. Ein Vorteil, der aber viel zu teuer erkauft wird. Die Souveränität ist weg. Aktuell der Streit um unser wertvolles Wasser und in Tirol um die Entscheidungshoheit beim Straßenverkehr. Die EU ist eine Diktatur der Wirtschaft und der Linken, nur ein scheinbarer Widerspruch, die Wirtschaft will billige Arbeitskräfte und die Linken wollen die Ethnien verändern, was leider schon gefährlich weit gelungen ist. Die Völker der EU wollen aber eine Migrationsstrategie für sichere, geordnete, reguläre und qualifizierte Migration im Interesse der Staaten und keine Zuwanderung ins Sozialsystem. Als Lösung sehe ich nur eine direkte Demokratie oder den „Öxit“.Alwin Häle, Muntlix

Rheinregulierung

Dass man etwas tun muss, ist sogar mir klar (wohne zwar 400 Meter über dem Rhein und bekomme wegen...

Strukturelle Gewalt

an TierenDie VN am Samstag (22. 2. 2020) waren fast ein bisschen wie Weihnachten und Ostern zusammen. Chefredakteur Gerold Riedmann zeichnet mit beinahe höflicher Ironie die alliierten und verwobenen Strukturen des organisierten Agrarwesens nach. Er spricht mit Blick auf das politische Beziehungsgefüge aus, was vermutlich viele denken. Abschließend führt er deutlich aus, dass die bisherigen „Anstrengungen“ der Verantwortlichen eben nur sinnloser Aktionismus waren. Rhetorisch gefragt werden darf in diesem Zusammenhang darüber hinaus, wie es möglich ist, dass (noch mehr) Fleischessen per Verordnung durchgesetzt werden soll, ein Veggie-Day hingegen nicht einmal als Klimaschutzmaßnahme diskutiert wird. Aufhorchen lässt indes der Beitrag des Wirtschaftsteils mit dem unappetitlichen Titel „Ohne Fleisch kein Preis“, welcher kolportiert, dass die Videos der Tierschützer(innen) nicht überprüfbar seien. Franz Felder als Sprecher der Vorarlberger Viehhändler meint sogar, dass „die Tierschützer Behauptungen in den Raum gestellt (haben), die eigentlich nicht stimmen. Und die Politik schaut zu“. Mit diesen Worten scheint er Zweifel an der Echtheit der Aufdeckungsarbeiten der deutschen und österreichischen Medien/Aktivist(inn)en streuen zu wollen und wendet sich in offensichtlich hilfesuchender Erwartungshaltung an seine väterlichen Freunde im System. Diesbezüglich sei Johan Galtung zitiert, der zu struktureller Gewalt forschte: Eine Lüge wird nicht deshalb wahr, weil sie jeder glaubt.Ulrike Schmid, Götzis

Danke an KH Dornbirn

Ich möchte mich beim gesamten Ärzte- und Pflegepersonal der Internen West im Krankenhaus Dornbirn...

Glaubwürdigkeit christlich

Die Muslime in unserem Land sind gut integriert, viele freundlich und hilfsbereit. Im Glauben trennen uns jedoch unüberbrückbare Unterschiede. Im Islam ist Gott der Eine, Mächtige. Im Christentum ist Gott dreifaltig, in sich Gemeinschaft, nicht drei Götter. Gott ist auch liebender Vater. Gott als Vater wird im Islam abgelehnt. Im Islam ist der Mensch Diener von Allah durch die Einhaltung der Gebote. Im Christentum ist der Mensch Kind und Freund Gottes, das freie Gegenüber Gottes. Die Erlösung geschieht im Islam hauptsächlich durch das Befolgen der 15 wichtigsten Gebote im Koran. Im Christentum geschieht die Erlösung nicht durch das Halten von Geboten, sondern weil Gott Mensch geworden und Jesus am Kreuz gestorben und auferstanden ist. Für die Moslems hat sich Gott ausschließlich im Koran geoffenbart. Für Christen geschieht die Offenbarung Gottes durch die Propheten im Alten Testament und Jesus Christus im Neuen Testament. Dies ist der Zugang für das Verständnis des christlichen Glaubens. Islamistische Terroristen – auch wenn sie eine kleine Minderheit unter den Muslimen sind – berufen sich auf den Koran. Es gibt keinen „christlichen Terror“. Wenn weltweit Christen verfolgt, gequält, getötet und Kirchen zerstört werden, ist nicht Gewalt die Antwort darauf.Arthur Stock, Dornbirn

Wie sich 0,8 Grad in Luft auflösen

Die Studie „Die Winter in Österreich seit 1895“ der Wissenschaftler Aigner/Gattermayr kommt zum Schluss, dass die Wintertemperaturen in den letzten 50 Jahren „statistisch nicht signifikant“ angestiegen sind. Die Zeitungen titelten folglich „Studie: Bergwinter seit 1969 nicht wärmer“. In der Studie, die im Internet abrufbar ist, steht aber, dass die Bergwinter in den letzten 50 Jahren knapp 0,8 Grad Celsius wärmer wurden. Wie das zusammengeht, lesen wir auf Seite 13, wo Folgendes steht (wenn ich es richtig interpretiere): Die 0,8 Grad Celsius sind statistisch deswegen nicht signifikant, weil die Sportler(innen) diesen Temperaturanstieg beim Skifahren nicht nachteilig wahrnehmen. Es lebe die Statistik. Interessant finde ich, dass die Bergwinter in den letzten 30 Jahren um wenige Zehntel Grad kälter wurden. Interessant auch der Anstieg der Sommertemperaturen seit Ende der 1970er-Jahre: knapp 3 Grad Celsius.Manfred Melchhammer, Feldkirch

Sicherungshaft

Es ist bei führenden Politikern im Land zum Teil sehr populär, laut nach der Einführung einer Sicherungshaft zu rufen. Mir drängen sich dabei zu viele offene Fragen auf. Ich nenne – neben der Konformität mit der Verfassung und den Menschenrechten sowie dem Vorliegen eines Gerichtsbeschlusses (diese Dinge setze ich als gegeben voraus) – nur zum Beispiel: Wer definiert aufgrund welcher Maßstäbe von wem und für wen welche Gefahr ausgeht? Wie lange darf die Sicherungshaft maximal dauern? Wer garantiert auf welche Weise, dass der Häftling nach seiner Freilassung keine Gefahr mehr ist?Wenn ich dann noch daran denke, wie oft die Sicherungshaft – gerade auch in Österreich – von der Politik schändlich missbraucht wurde. Wenn ich an Sätze denke wie „Das Recht hat der Politik zu folgen“ oder daran, dass führende unserer Politiker besonders freundschaftliche Beziehungen zu Parteien und Politikern pflegen, die sich in ihren Ländern die Medien und sogar die Justiz schon unterworfen haben, oder dass BK Kurz in einem nicht für die Veröffentlichung vorgesehenen „Hintergrund“-Pressegespräch die WKStA perfide angriff, werden meine Zweifel daran, dass der Nutzen der Sicherungshaft für die Gesellschaft deren Gefahren überwiegt, nicht kleiner. Größer wird hingegen mit Sicherheit das Duckmäuser- und Denunziantentum. Vorsicht ist auf alle Fälle geboten!Anton Hengl, Lauterach

Zum Streit um den „richtigen“ Gott

Zu den Leserbriefen „Glaubwürdigkeit“ von Pfr. Peter Mathei sowie „Christen und Muslime im Gespräch“ von Rudi Regez:Vielleicht sollten sich die Leserbriefschreiber in ihrem Streit um den richtigen Gott einmal fragen, ob es nach Hunderten Kriegen im Namen Gottes und mit dem Segen einer Religion nicht an der Zeit wäre, es einmal ohne Gott, Märtyrer und gut gemeinte Legenden aus dem Buch der Bücher zu versuchen. Heinrich Heine (1797–1856) bezeichnete schon 1840 in der Schrift Ludwig Börne die Religion(en) als „geistiges Opium“, und Karl Marx wandelte vier Jahre später daraus ab: „Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes“. Noch eine aktuelle Stimme von heute: „Kaiser“ Robert Palfrader im VN-Interview vom November 2019 mit der Schlagzeile „Halte Religionen für eine große Gefahr“: „Ja, ich bin felsenfest überzeugter Atheist. Wenn es einen Gott gäbe, hätte ich auch unheimlich viel mit ihm zu bereden. Ich habe in meinem Freundeskreis Juden, Moslems, Christen. Was die alle miteinander eint, ist, dass sie ihre Religion nicht besonders bzw. überhaupt nicht ernst nehmen.“ Da der Begriff Atheist inzwischen aber sehr, zu sehr, negativ behaftet ist, kann man sich mit dieser Einstellung dem deutschen Philosophen Schmid-Salomon folgend auch als religionsfreien, evolutionären Humanisten bezeichnen.Willi Glück, Götzis

CO2, die Fakten

Die CO2-Diskussion pendelt zwischen den Extremen Verharmlosung und Panikmache, Fakten spielen in der öffentlichen Diskussion aktuell nur eine untergeordnete Rolle. Folgende Fakten sind weitgehend unbestritten. Die jährlich durch den Menschen verursachten CO2-Emissionen liegen aktuell bei rund 34 Milliarden (109) Tonnen (Gigatonnen, abgekürzt GT). Rund 45 % dieser Emissionen (rund 15 GT) verbleiben in der Atmosphäre und erhöhen den derzeitigen Gehalt derselben (rund 590 GT, um 1900 waren es noch rund 430 GT) um jährlich rund 2,5 %. Ohne die aktuell 0,04 Volumsprozent CO2 in der Atmosphäre gäbe es mangels Photosynthese auf der Erde aber keine Pflanzen und Algen und damit kein Leben höherer Organismen, weil auch das „Abfallprodukt“ der Photosynthese, der Sauerstoff, fehlen würde. Ohne CO2 in der Atmosphäre läge die Durchschnittstemperatur zudem bei -18°C (derzeit um 15°C), d. h. die Erde wäre in einen Schnee- und Eispanzer gehüllt. CO2 ist somit nicht grundsätzlich „böse“, im Gegenteil. Es geht um die Menge. Mit ca. zehn bis zwölf GT jährlicher menschlicher Emissionen könnten unsere derzeitigen weltweiten Klimaverhältnisse stabilisiert werden. Das würde jedenfalls den weltweiten Verzicht der Verbrennung fossiler Rohstoffe bedeuten. Bei einer weltweit rund 4,5 °C höheren Durchschnittstemperatur würden wir übrigens nicht aussterben, nur sind gewaltige Umbrüche und Völkerwanderungen absehbar.Dr. Klaus König, Lauterach

Friedliches Zusammenleben

Österreich ist ein großartiges Land und gut aufgestellt. Eine starke Arbeiterkammer, Gewerkschaften, Unternehmer und Bauernvertreter verhindern, dass Menschen auf die Straße gehen müssen. Wir haben eine überschaubare Parteienlandschaft. Ein großes Problem ist aber die soziale Ungerechtigkeit, z. B. decken die Pensionserhöhungen bei niederen Pensionen die jährlichen Mehrkosten nicht ab. Frauen, die ihre Kinder selbst betreut haben, bekommen weniger oder gar keine Pensionszahlungen. Marie-Therese Mercanton aus Bludenz schreibt, dass man gut Tür an Tür mit Muslimen zusammenleben kann, ich habe selbst liebenswerte muslimische Mitarbeiter und Nachbarn erlebt. Nur gibt es in muslimischen Ländern keine Demokratie. Nach dem Koran dürfen sie Kriege gegen Ungläubige führen, auch gegen Christen. Den Islam dem Christentum gleichzusetzen, ist Verrat an der demokratisch und der christlich geprägten abendländischen Kultur. Die ersten Schulen und Krankenhäuser waren hier und es gibt bei uns weltweit die meisten christlich geführten Einrichtungen. Nur mit Demokratie und christlichen Werten wie Geben und Vergeben kann ein friedliches Zusammenleben stattfinden.Edmund Jenny, Bludenz

Wer verursacht den Klimawandel?

Eine Ergänzung zu dem Leserbrief von Herrn P. Bernhard Kaufmann in den Vorarlberger Nachrichten vom 19. 2. 2020: Herr Kaufmann hatte in seinem Leserbrief auf die Veränderung des Klimas hingewiesen und mögliche Ursachen aufgezeigt, wie CO2-Anstieg in der Atmosphäre durch einen Temperaturanstieg (Löslichkeitsabnahme von CO2 in Wasser) sowie die ständig wechselnden Abstände der Erde von der Sonne sowie die Neigung der Erdachse (Milankowitch). In Ergänzung dazu ein hier thermodynamischer Beitrag: Die Erdatmosphäre enthält etwa 0,040% CO2, davon sind 3% anthropogenen Ursprungs (vom Menschen verursacht) entsprechend 0,0012% (Spuren). Nun sollen diese Spuren von 0,0012% CO2 nach der Vorstellung des Klimarates der Vereinte Nationen (IPCC) nach ihren nicht funktionierenden Modelle (sie können weder die Vergangenheit nachvollziehen, geschweige denn die Zukunft voraussagen) abgebaut werden, damit die Temperatur nicht um 1,5 bis 2 Grad ansteigen kann.Das würde bedeuten, dass zwölf Moleküle fähig wären, eine Million Moleküle Luft von einer Temperaturerhöhung von 1,5 bis 2 Grad abzuhalten – ein thermodynamisches Wunderwerk.Dr. Erhard Beppler, Bregenz

Post-Werbung

Die Post wird nicht müde, uns über ihre CO2-Reduktions-Errungenschaften zu informieren (z. B. VN 21. 2. 2020). Nie erwähnt wurde, dass seit 2005 sämtliche Posttransporte von der umweltfreundlichen Eisenbahn weg auf die Straße verlagert wurden. Während die Post früher Postwaggons einsetzte, fahren heute Post-Lkws, womit auch die CO2-Bilanz abstürzte. Nun entscheide jede(r) selbst, was von der Post-Werbung „CO2 neutral“ zu halten ist – vielleicht nichts?Ulli Dietrich, Vandans

Kultur

Trends

Welt

Feuriges Rot

In der kommenden Wintersaison möchte Dolce & Gabbana nicht nur mit dem Signalrot einheizen. AFP

Aus aller welt

Polizeischüler freiWien Weil die Staatsanwaltschaft Wien keinen Antrag auf Untersuchungshaft stellte, ist ein...
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