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Titelblatt

Bottas behielt kühlen Kopf

Valtteri Bottas heißt der erste Sieger der Formel-1-Saison 2020. Der Mercedes-Pilot holte sich im turbulenten Österreich-Grand-Prix den Sieg vor Charles Leclerc (Ferrari) und Lando Norris (McLaren). »C1 AP

Keine Beurteilung

Bundesverwaltungsgericht verzichtet auf eine inhaltliche Entscheidung zum Speicherteich. »A5

Anrainer verhindern Wohnanlage

Bauträger muss auf ein 4000 Quadratmeter großes Grundstück verzichten. Wegerecht durchkreuzt Baupläne in einer 1000-Einwohner-Gemeinde. »B1

Vorarlberg

Pflegekosten steigen um Milliarden

Wien Die Bundesregierung hatte sich das erste halbe Jahr ihrer Amtszeit anders vorgestellt. Bevor sich das Coronavirus in Österreich verbreitete, begann Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) etwa seine Dialogtour zur Pflegereform. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte eine Pflegeversicherung an und erklärte, dass die Pflege künftig großteils vom Bund finanziert wird. Dann kam Covid19 und die Pflegereform rückte in den Hintergrund.9,1 Milliarden EuroDass Handlungsbedarf besteht, zeigen nun aktuelle Zahlen des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo). Demnach wird der öffentliche Aufwand für Geld- und Sachleistungen in der Pflege von 5,1 auf 9,1 Milliarden Euro im Jahr 2030 steigen. Grund dafür ist die Alterung der Gesellschaft, aber laut Wifo auch höhere Kosten für Pflegedienstleistungen pro Betroffenem. Da die Pflegebedürftigen immer älter werden – 2018 waren über 43 Prozent älter als 85 Jahre – nehme auch der Betreuungsaufwand zu. Außerdem müssten die Gehälter steigen, um Pflegeberufe attraktiver zu machen. Der Personalbedarf ist groß. Bis 2030 werden laut der Gesundheit Österreich GmbH 75.700 neue Pflegekräfte gebraucht, um einerseits die zunehmende Arbeit und andererseits die anstehenden Pensionierungen abdecken zu können.Pflegeregress-Aus kommt teuerEine weitere Baustelle ist noch offen: Der ab 2018 abgeschaffte Pflegeregress. Hier müssen erst Wege gefunden werden, um den dadurch entstandenen Einnahmeentfall abzudecken, wie es im Wifo-Bericht heißt. Die Bundesregierung hat den Ländern zwar Kompensationszahlungen zugesagt. Die Landesregierungen fordern allerdings, dass die Bundesregierung auch jene Kosten tragen müsse, die durch die verstärkte Nachfrage nach Pflegeplätzen entstünden. Durch die Abschaffung des Regresses habe sich der Druck erhöht. Es gebe einen höheren Anreiz in ein Pflegeheim zu gehen, hielt die Vorarlberger Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) zu Jahresbeginn fest.Laut Wifo kostete das Pflegeregress-Aus Ländern und Gemeinden im Jahr 2018 entstand 273 Millionen Euro. Für 2019 und 2020 werden die Mehrausgaben mit 289 und 308 Millionen Euro beziffert. Laut Wifo klettern die Ausgaben bis 2025 alleine für das Regress-Aus auf 427 Millionen. Im Jahr 2030 gehen die Wirtschaftsforscher von knapp 600 Millionen aus. Für 2020 hat die Bundesregierung bereits 300 Millionen Euro budgetiert. Für die Jahre danach wird sie ohnehin einen neuen Plan zur Pflegefinanzierung schmieden müssen. VN-ebi

Politik in kürze

Flüchtlinge am ­FestlandAthen Die Lage in den überfüllten Registrierlagern auf den griechischen Inseln im Osten der...

Fieberrede

Ganz groß und wie im Fieberwahn zelebrierte Donald Trump am vergangenen Wochenende den...

Kriasistinker

Dieser Spottname für Thüringer bezieht sich auf jene Baumwarzen, die man als Krisistinker...

Es wird wieder wärmer

SCHWARZACH Man hat sich ja schon daran gewöhnt, dass es zumindest von Juni bis August die eine oder...

Ungetrübter Wanderspaß

Einen besseren Tag als den Sonntag hätten sich Karin und Lucas für ihre Wanderung auf Schuttannen nicht aussuchen können. Auch dem Hund „Ronny“ machte der Ausflug Spaß. Die kommende Woche bietet von Regenschauern bis ungetrübtem Sonnenschein alles. Ab Ferienbeginn soll das Wetter aber unbeständig und kühler werden. Ein „großartiges“ Hoch ist laut Meteorologen derzeit jedenfalls nicht in Sicht. Vn/stiplovsek

Fremdhändige Testamente

Insbesondere aufgrund der Erkenntnisse des Dornbirner Testamentsskandals wurden mit Gültigkeit ab dem 1. 1. 2017 die Formvorschriften für fremdhändige Testamente (fremdhändige Testamente sind alle Testamente, die der Erblasser nicht selbst mit der eigenen Hand geschrieben hat) verschärft, damit diese fälschungssicherer werden.Eigenhändiger Zeugenhinweis notwendig. Im Gegensatz zur früheren Rechtslage muss nun ein Zeuge das Testament mit einem auf seine...

Pionierarbeit

thüringerberg Der Zusammenhang zwischen Energie und Umwelt wurde Albert Rinderer schon früh bewusst:...

Olé!

Der schulterfreie Carmen-Ausschnitt ist bei Fashionistas wie Sabine (28) aus Weiler derzeit heiß begehrt. VN/Steurer

Lokal

Aus dem Polizeibericht

E-Bikerin macht sich aus dem StaubDornbirn Eine E-Bikerin hat am Samstag in Dornbirn auf dem Radweg der L 190 einen Unfall mit einem...

Verirrter Hund

Polizisten auf tierischer Mission: Am Freitag kurz vor Mitternacht wurde eine Streife der Polizeiinspektion Hohenems von Passanten informiert, dass ein Hund eben mehrmals die L 190 überquert hatte. Da der Australian Sheppard keine Hundemarke trug, nahmen ihn die Beamten mit auf die Dienststelle, wo der Besitzer mithilfe einer Hundeliste ausgeforscht werden konnte. Polizei

Autofahrer auf Abwegen

Feldkirch Zunächst streifte er am Samstag gegen 21.30 Uhr kurz nach dem Schattenburgtunnel in...

Not durch Wespe

Eine 42-jährige Frau aus Hohenems musste am Sonntag beim Schloss Glopper...

Dornbirn

Feldkirc

Bregenz

Bludenz

Chronik

Sport

fussballszene

WachablöseHartberg Der TSV Hartberg unterstrich beim 3:1-Derbysieg bei Sturm Graz die neue Rangordnung in der...

Bayern bleiben hungrig

München Nach der Double-Krönung in der so schwierigen Corona-saison hat Bayern München noch nicht...

Ländleszene

AbgangBregenz SW-Bregenz-Stürmer Thomas Ricardo Pineiro dos Santos hat, trotz mündlicher Zusage, nun...

Kurz notiert

Neuer TrainerFerlach Handball-Erstligist SC Ferlach hat Uros Serbec als Cheftrainer verpflichtet.

Menschen

Markt

Leserbriefe

Stagnierende ­Eisenbahnplanung im Raum Bregenz

Eine größere Zahl von Leserbriefschreibern wundert sich, dass Österreich die neue Eisenbahninfrastruktur im Fürstentum Liechtenstein mitbezahlen soll. Keiner der Leserbriefschreiber bezweifelt die Sinnhaftigkeit der Verbesserung des liechtensteinischen Eisenbahnnetzes, nur meinen alle, dass Liechtenstein seinen Streckenanteil selbst bezahlen könnte. Ein Christian Rankl aus Rankweil kritisiert nun diese Leserbriefe und meint, das liechtensteinische Eisenbahnnetz sei „konzessionsrechtlich den ÖBB zugeordnet.“ Wie das? Auch sieht er keinen Investitionsbedarf im Raum zwischen dem Güterbahnhof und der Grenze zu Deutschland. Ehrlicher wäre es allerdings gewesen, wenn Christian Rankl offengelegt hätte, dass er jener Verkehrsplaner beim Land war, das die Frage der Bahnführung in und um Bregenz jahrelang verpennt hat. Die Inaktivität beim Bregenzer Nadelöhr am See begründet er damit, dass Deutschland keine Kapazitäten hätte, um mehr Eisenbahnverkehr zu übernehmen. Tatsächlich führen auf deutscher Seite immerhin vier Gleise in alle Richtungen. Und jeder Bahnfahrer weiß, dass die Deutsche Bahn im süddeutschen Raum massiv investiert, dass die Zugverbindung Zürich–München verdichtet wird und dass ein Ringverkehr um den Bodensee geplant ist. Dann kann Bregenz beim Milchpilz statt der Bahnschranke eine Mauer aufstellen, weil dann gar nichts mehr geht.RA Dr. Wilfried Ludwig WEH, Bregenz

Eigenverantwortung

Für zu viele ein Fremdwort, weil die „Ich-zuerst-Spaß-Ellbogen-Gesellschaft“ nicht versteht, was gerade weltweit passiert. Die nächste Welle rollt an. Die Covid19-Pandemie ist erst am Beginn. Die in Vorarlberg/Österreich mit einem hohen Preis bezahlte Situation wird von Dummen zerstört. Die gesellschaftlichen, medizinischen, kulturellen, monetären, arbeitsmarkttechnischen Verwerfungen werden erst in den nächsten Wochen und Monaten schlagend – für Generationen dramatisch. Covid19, der „Heckenschütze“, ist immer noch unter uns. Aber das Verhalten, die Sorglosigkeit, die Ignoranz und Arroganz den Fakten der Ausbreitung gegenüber, von zu vielen Bürgerinnen und Bürgern, wird uns in Kürze noch größeres Elend bescheren. Täglich bin ich mit Szenen konfrontiert, die mich erschüttern. Wie viel Dummheit verträgt diese Welt noch? Abstand, Hygiene, Mund-Nasenschutz in entsprechenden Situationen – Fehlanzeige. Eigenverantwortung, Bauch- und Hausverstand, das kleine 1×1? Ich werde sogar gemaßregelt, wenn ich, dort wo es empfehlenswert ist, mit Maske auftrete und somit mich und mein Gegenüber schützen will. Ist mein Beitrag zur Eindämmung! Hausverstand, Respekt, Anstand, das Für- und Miteinander – für inzwischen 50 % der Menschen ein Fremdwort in der Gesellschaft. Dummheit, Ignoranz und Arroganz ist der Volkssport Nummer 1. „Brot & Spiele“ das alte-neue Spiel. Der „Heckenschütze Covid19“ ist immer noch unter uns!Rudolf Burtscher, Bludenz

Es geht uns gut

Wir sind zwölf Regelschüler(innen), sechs Integrationsschüler(innen) und eine außerordentliche...

Ewiges Katz-und-

Maus-SpielLetzte Woche – in der Nacht von Donnerstag auf Freitag – führten Polizeibeamte in Lustenau Lenker- und Fahrzeugkontrollen durch. Wir fragen uns, warum die Polizei solche Kontrollen nicht am Wochenende durchführt. Vielleicht hätten wir in der Reichsstraße Lustenau das große Glück die Autoposer und Autoraser, die jedes Wochenende vor einer Tankstelle ihr Unwesen treiben, loszuwerden. Sie verweilen dort während acht bis zwölf Stunden täglich und starten immer wieder ihre Raser-Runden. Auf meine Anfrage bei der Polizeidienststelle wurde mir gesagt, die Tankstelle verdient an ihnen! Eine Tankstelle ist eigentlich zum Tanken, Konsumieren und Weiterfahren gedacht! Mir wurde von Behörden erklärt, der Führerschein wird normalen, zurechnungsfähigen Menschen ausgehändigt. Weshalb werden bei Wiederholungstätern keine rigorosen Maßnahmen getätigt? Müssen wirklich alle Anrainer dieser Wohngegend unter Lärm, Abgasen und Gefahr leben, nur weil die Zuständigen wegschauen? Wo sind unsere Gemeindepolitiker? Und doch gibt es einen Wahlkandidaten, der sich sogar am Feiertag, wenn man ihn wegen Ruhestörung kontaktiert, meldet. Seitens des Gemeindezuständigen erhalte ich nicht einmal eine Rückmeldung auf meine Anzeigebriefe!Marina Maric, Lustenau

Scheusale von Eltern

Zum Bericht „Eltern machten Leben ihres Babys zur Tortur“, VN vom 1. Juli:Mich beschäftigt als 94-Jähriger ständig der Gedanke, welche Schmerzen und Qualen dieses kleine, wehrlose Kind ausgestanden haben muss. Allein die Tatsache, dass eine Sehstörung vorliegt, müsste für eine unbedingte Haftstrafe genügen und nicht nur für eine bedingte. Von den seelischen Schäden für dieses Kind gar nicht zu reden. Es widerstrebt völlig meinem Rechtsempfinden, dass nur eine bedingte Strafe ausgesprochen wurde, während relativ harmlose Vergehen mit Zuchthaus bestraft werden. Wo bleibt hier die Rechtsprechung?Rudolf Petnig, Lustenau

Corona und Landeskasse

„Corona reißt Loch in Landeskasse“. So titelte die VN vom 4. Juli auf Seite 1. Unser Landeshauptmann kann sich aber, zum Unterschied vieler Familien, die ebenso hart betroffen sind von Corona, an seine Parteifreunde Kurz und Blümel wenden. Vielleicht helfen die dem Land. Die Familien können sich aber an niemanden um Hilfe wenden.Manfred Greif, Höchst

Kultur

Welt

Drama im Zoo Zürich

Zürich Im Zoo Zürich ist es am Samstag zu einem tragischen Unglück gekommen: Eine Tierpflegerin...

Mustermix

Designerin Sinesia Karol präsentierte in Miami Beach Aus­züge aus ihrer aktuellen Kollektion. AP

Putziger Nachwuchs

Bei den Zebramangusten im Zoo Duisburg gibt es Nachwuchs, der sich bei seinen Ausflügen immer häufiger beobachten lässt. Zwischenzeitlich tapst die kleine Zebramanguste schon neugierig durchs Gehege und traut sich immer weiter weg von der schützenden Wurfhöhle. Zoo Duisburg

Und da war noch . . .

. . . ein spanischer Stadtrat, der während einer Videokonferenz mit Kollegen, Journalisten und...
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