Abschied von Brigitte Bardot

Saint-Tropez ehrt die Filmikone und Tierschützerin mit einer bewegenden Trauerfeier.
paris Saint-Tropez hat gestern Abschied genommen von der französischen Schauspielerin und Tierrechtsaktivistin Brigitte Bardot. Einwohner und Gäste applaudierten dem Trauerzug, als der Sarg von Bardot, einst eine der meistfotografierten Frauen der Welt und prägende Leinwandikone der 60er-Jahre, durch die engen Gassen der Stadt getragen wurde. Nach der Trauerfeier sollte die Verstorbene im engsten Familienkreis auf einem Friedhof mit Blick auf das Mittelmeer bestattet werden. Die Schauspielerin starb am 28. Dezember im Alter von 91 Jahren in ihrem Haus in Südfrankreich. Die Trauerfeier in der katholischen Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption begann mit Maria Callas’ „Ave Maria“. Zu den Teilnehmern gehörten Brigitte Bardots Ehemann, ihr Sohn und ihre Enkelkinder sowie Gäste, die von der Familie und der Brigitte-Bardot-Stiftung für Tierschutz eingeladen worden waren. Auch mehrere Politiker erwiesen der Verstorbenen die letzte Ehre, unter ihnen Marine Le Pen. Hunderte Menschen versammelten sich, um die Trauerfeier auf Großbildleinwänden im Hafen und auf zwei Plätzen zu verfolgen.
Bardot hatte Krebs
Bardot sei an Krebs gestorben, nachdem sie zweimal operiert worden sei, sagte ihr Ehemann Bernard d’Ormale dem Magazin „Paris Match“ in einem Interview. „Bis zuletzt war sie bei Bewusstsein und besorgt um das Schicksal der Tiere“, sagte er.
Bardot hatte Saint-Tropez als ihren Zufluchtsort vor dem Ruhm bezeichnet. Sie ließ sich schon vor Jahrzehnten in ihrer Villa am Meer, La Madrague, nieder und zog sich 1973 im Alter von 39 Jahren aus dem Filmgeschäft zurück. Später engagierte sie sich mit viel Herzblut als Tierrechtsaktivistin.