Olympiasieger-Verein appelliert an Fourcade

Berlin Der Verein „Athletes for Ukraine“ hat Frankreichs Biathlon-Ikone Martin Fourcade (37) aufgefordert, seine Unterstützung für eine Rückkehr der suspendierten Russen zu beenden. Bereits eine Teilnahme russischer Sportler als „neutrale Athleten“ unterstütze den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und verstoße somit gegen den Friedensauftrag des IOC, hieß es in einem Schreiben an Fourcade, seit 2022 Athletenvertreter im Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

Der Biathlon-Weltverband IBU hatte die Verbände aus Russland und Belarus im März 2022 suspendiert und hält weiter an seiner Position fest. Der sechsmalige Olympiasieger Fourcade, der früher im Anti-Dopingkampf ein meinungsstarker Gegner der Russen war, hatte sich bereits im Februar 2023 für eine Rückkehr russischer und belarussischer Athleten in den Weltsport ausgesprochen.

„Wir müssen gemeinsam verhindern, dass der internationale Biathlonsport von Russland für seine Kriegspropaganda missbraucht wird, wie das in der Vergangenheit regelmäßig geschehen ist und auch weiter erfolgen wird, wenn russische Sportler in den internationalen Sport zurückkehren“, hieß es in dem Schreiben weiter.

Der Verein „Athletes for Ukraine“ wurde von Olympiasieger wie Maria Höfl-Riesch (Ski), Felix Loch (Rodeln) und Michael Greis (Biathlon) am 6. März 2022 kurz nach Kriegsbeginn gegründet.

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