Odermatt jagt am Chuenisbärgli den Stenmark-Rekord

Adelboden Mit Adelboden wartet einer der großen Klassiker im alpinen Ski-Winter. Die stimmungsvollen Rennen am Chuenisbärgli zählen zu den schwierigsten im Weltcup, erneut werden 40.000 Fans erwartet. Starker Schneefall im Berner Oberland könnte am Wochenende ein Faktor werden. Und auch emotional ist die Ausgangslage vor der geplanten Skiparty in der Schweiz angesichts der Brandkatastrophe von Crans-Montana eine andere.

Das sonst üppige Rahmenprogramm am Freitag – dem nationalen Trauertag – wurde gestrichen. Am Samstag will nicht zuletzt Marco Odermatt für eine Ablenkung von dieser Tragödie sorgen. „Wir wollen mit unseren Leistungen und Emotionen dazu beitragen, dass es den Leuten im Entferntesten etwas besser gehen kann“, sagte der Schweizer Topstar.

Auch als Zweiter der Gejagte

Odermatt visiert im Riesentorlauf (10.30/13.30 Uhr, live ORF 1) seinen bereits fünften Adelboden-Sieg in Folge an. Das ist bisher nur Ingemar Stenmark (1979 bis 1984) gelungen, nicht einmal Marcel Hirscher, der dem Chuenisbärgli mit neun Siegen in RTL (5x) und Slalom seinen Stempel aufgedrückt hat. Zuletzt hat Hirscher 2019 triumphiert.

Seitdem reiste stets Odermatt als Leader des Riesenslalom-Weltcups nach Adelboden. Heuer aber trägt die rote Startnummer Stefan Brennsteiner. Der Salzburger weist nach fünf von neun Rennen in der Disziplinenwertung fünf zarte Punkte Vorsprung auf. Zehnmal ist der 34-Jährige schon in Adelboden gestartet, besser als 13. (2023) war er am selektiven Hang noch nie.

Odermatt ist der Mann, den es zu schlagen gilt. Das weiß der 50-fache Weltcupsieger auch selber. „In Adelboden habe ich immer Druck. Gefühlt bin ich ja sowieso immer der Gejagte“, sagte Odermatt der Agentur sda. „Ich fahre besser, wenn ich Druck habe.“

Feller triumphierte 2024

Anders die Ausgangslage für den Slalom am Sonntag (10.30/13.30 Uhr, live ORF 1). Der letzte österreichische Sieg liegt erst zwei Jahre zurück. 2024 gewann im Slalom Manuel Feller, der in diesem Winter seinen Ansprüchen weit hinterherfährt. Seinen Kollegen erging es nicht anders, ohne Top-fünf-Resultat sind die ÖSV-Slalomläufer noch in der Bringschuld. In den bisherigen fünf Saisonrennen gab es fünf verschiedene Sieger. Zuletzt gewann in Madonna di Campiglio der Farnzose Clement Noel, am Chuenisbärgli zudem auch der Vorjahressieger.

Mit dabei aus Vorarlberger Sicht auf dem Chuenisbärgli sind Lukas und Patrick Feurstein, Noel Zwischenbrugger (alle RTL) und Johannes Strolz (Slalom).

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