Im „Paralleluniversum“ des Eiskanals

Daniel Bertschler (l.) ist erstmals bei einer Europameisterschaft dabei und fungiert als Anschieber und Bremser im Zweier und Vierer mit Lenker Jakob Mandlbauer (r.).⇒GEPA
Daniel Bertschler (l.) ist erstmals bei einer Europameisterschaft dabei und fungiert als Anschieber und Bremser im Zweier und Vierer mit Lenker Jakob Mandlbauer (r.).GEPA

Daniel Bertschler und Kristian Huber bei Bob-EM dabei.

St. Moritz Zweite in Lillehammer, Dritte in Sigulda und Vierte zuletzt Anfang des Jahres in Winterberg: Katrin Beierl zählt im Monobob aktuell zur absoluten Weltspitze. „Ich habe absolut keine Ahnung, warum es so gut läuft. Für mich fühlt es sich ein bisschen an, als hätte ich ein Paralleluniversum betreten, aber ich nehme das natürlich gerne“, sagte die 32-jährige Niederösterreicherin im APA-Gespräch. Große Hoffnungen für die Europameisterschaft am Wochenende macht sie sich aber nicht.

Das liegt vor allem am Austragungsort der kontinentalen Meisterschaften, an dem es zuletzt starken Schneefall gab. „Manche Bahnen liegen einem besser, manche schlechter, St. Moritz ist bei mir eher am unteren Ende, zählt nicht zu meinen Lieblingsbahnen. Ich war hier nie wirklich schnell, habe daher nicht die höchsten Erwartungen und glaube, dass es eher schwierig wird, einen Podestplatz zu erreichen“, erläuterte Beierl.

Deshalb werde sie auch „nicht todunglücklich“ sein, sollte es für keine Medaille reichen. Der Monobob-Bewerb ist am Samstag angesetzt, jener im Zweier (mit Christania Williams) folgt am Sonntag. Beide zählen auch zum Weltcup.

Beierl ist in beiden Bewerben schon für die Olympischen Winterspiele qualifiziert und hat daher diesbezüglich keinen Druck. Das Antreten im Zeichen der fünf Ringe in Cortina Mitte Februar ist das große Saisonhighlight. Bis dahin gelte es, wochenweise zu denken und sei es wichtig, das Großereignis nicht schon jetzt in den Vordergrund zu rücken. In den ausstehenden Weltcup- bzw. EM-Rennen, nach St. Moritz wird nächste Woche zum Abschluss noch in Altenberg gefahren, gehe es darum, „wertvolle Erfahrungen“ mitzunehmen.

„Peak“ bis Februar halten

Die Vorbereitung sei bis jetzt „absolut nach Wunsch“ verlaufen. „Es hätte keinen besseren Zeitpunkt dafür geben können, dass es auf einmal zum Laufen anfängt. Ich hoffe, dass wir den Peak bis Februar halten können.“

Das Olympia-Ticket in der Tasche hat auch schon Markus Treichl im Zweier und Vierer. Im großen Schlitten hat er schon mehrere vierte und fünfte Ränge zu Buche stehen. Mit einer Medaille zu spekulieren, wäre sowohl bei der EM als auch bei Olympia aber zu hoch gegriffen. Die Deutschen Johannes Lochner, Francesco Friedrich und Adam Ammour dominieren die Szene.

Die EM-Entscheidung im Zweier fällt am Samstag (13/14.30 Uhr), jene im Vierer tags darauf ((13/14.45 Uhr). Mit dabei beim Wetteifern in dem mit rund 120 Jahren ältesten und 1722 Metern auch längsten Eiskanal sind auch zwei Vorarlberger Anschieber. Kristian Huber sitzt im Treichl-Vierer auf der hintersten Position, und Daniel Bertschler ist mit Lenker Jakob Mandlbauer sowohl im Zweier als auch Vierer im Einsatz.

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.