„Das Tempo, das ich gehen kann, ist nicht weltcupwürdig“

Im November 2024 bestritt Marcel Hirscher beim Slalom in Gurgl sein bislang letztes Weltcuprennen. ⇒GEPA
Im November 2024 bestritt Marcel Hirscher beim Slalom in Gurgl sein bislang letztes Weltcuprennen. GEPA

Kein Start von ­Marcel Hirscher im Olympia-Winter.

Salzburg Marcel Hirscher verzichtet auf einen Start in diesem Olympia-Winter. Der achtfache Ski-Gesamtweltcupsieger, der nach einem Kreuzbandriss an seinem Comeback arbeitete, verschob eine Rückkehr in den Weltcup auf unbestimmte Zeit. „In Wahrheit ist es so: Es geht sich nicht aus. Das Tempo, das ich gehen kann, ist nicht weltcupwürdig“, erklärte Hirscher in einem Instagram-Video. „Ich werde weitertrainieren, und vielleicht schaffe ich es auf nächstes Jahr.“

„Neider werden es lieben“

Hirscher hatte zuletzt offiziell noch ein Comeback im Jänner angepeilt. Daraus wird jedoch nichts. „Es gibt heuer keine Weltcuprennen und auch keine Olympischen Winterspiele für mich“, sagte der Doppel-Olympiasieger von 2018 nun. Hirscher, der für seine zweite Spitzensport-Karriere unter niederländischer Flagge zurückgekehrt war, berichtete von einer Zwangspause von 14 Tagen rund um Weihnachten wegen einer Wadenverletzung. „Das hilft auch nicht unbedingt, um das Tempo und das Vertrauen wiederzufinden. Wenn ich wieder Weltcuprennen fahre, dann will ich das gescheit machen.“

Hirscher hatte sich Anfang Dezember 2024 – relativ zu Beginn seiner Comebacksaison nach über fünfeinhalbjähriger Pause – einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen. Wegen der Verletzung war für den 36-Jährigen keine Schneevorbereitung im Sommer möglich. Im Herbst verlor er wegen einer Virusinfektion noch einmal drei Wochen. Ein Training auf der Reiteralm „mit den Allerbesten“ habe nun seinen Entschluss bestärkt. „Haters gonna love it (die Neider werden es lieben). Für all diejenigen, die mich gerne Skifahren gesehen hätten: Mir taugt es persönlich auch nicht, tut mir leid, dass es heuer nicht drin ist.“

Der einstige Superstar, der seine Erfolge stets mit Material-Akribie begründet hatte, war bei seinem Comeback nicht über einen 23. Rang im Riesentorlauf von Sölden hinausgekommen. In den darauffolgenden Slaloms von Levi und Gurgl blieb er ohne Punkte. Dann folgte der „harte Cut“ seines „Herzensprojektes“. Er habe für künftige Erfolge der Van-Deer-Athleten ein bisschen etwas beitragen können – „und das war auch Teil meiner Mission“, sagte der Ski-Marken-Gründer damals.

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