Das Zeitfenster wird enger

Mit Start des Trainingslagers am 12. Jänner soll der Neue in Altach feststehen.
Altach Die angenehmen Temperaturen anlässlich der Bestellung der sportlichen Führung beim SCR Altach im Juni des vergangenen Jahres sind deutlich gesunken. Sportdirektor Philipp Netzer sowie Sportkoordinator Eric Orie blies gestern bei der ersten Einheit der Mannschaft auf dem schneefreien Kunstrasen Eiseskälte um die Ohren. Davon unabhängig ist das Duo aktuell voll in der Entscheidungsfindung für die Präsentation eines Nachfolgers von Cheftrainer Fabio Ingolitsch. „Es ist sicherlich nicht gewagt zu sagen, dass wir zeitnah eine Lösung präsentieren werden“, sagt Netzer vielsagend. Im Gespräch mit den VN will sich der 40-Jährige dennoch nicht festnageln lassen. „Klar, die Gespräche sind intensiver, zumal der Markt auch nicht so groß ist.“ Doch weder Netzer noch Orie wollten sich bezüglich Namen äußern. Allerdings seien sich beide einig, was den Idealfall betrifft. So ist im Gespräch durchaus herauszuhören, dass die Kandidatenliste trotz eisiger Temperaturen zusammengeschmolzen ist. „Wir sind uns im Klaren darüber, in welche Richtung es gehen soll“, sagt Netzer und spricht über einen Prozess, den man aktuell intern durchlaufe. Allerdings, und darauf legt er großen Wert, wäre es Seitens des Vereins unseriös, „in Medien kolportierte Namen zu kommentieren“. Und er geht diesbezüglich noch weiter: „Wir werden sicherlich nicht über ungelegte Eier sprechen.“ Damit dürfte wohl auch feststehen, dass sich unter den zwei, drei Kandidaten auch Trainer befinden, die derzeit unter Vertrag stehen. Beim ersten Test am Samstag in Luzern wird der Neue wohl vorerst „nur“ Beobachter sein.
Mit der Feststellung, den neuen Cheftrainer bis Montag vorstellen zu wollen, haben sich die beiden somit selbst unter Druck gesetzt. Wohl wissend, dass es im internen Prozess auch die Zustimmung des Präsidenten (Peter Pfanner) und des Geschäftsführers (Christoph Längle) zur letztlichen Absegnung braucht.
Ungeachtet dessen ist die Mannschaft gestartet, wenngleich mit Leonardo Lukacevic und Srdjan Hrstic zwei Spieler krankheits- sowie Diego Madritsch und Salif Tietietta verletzungsbedingt gefehlt haben. Mit an Bord jedoch die beiden „heißesten Spieleraktien“ Paul Koller (23) und Mohamed Ouédraogo (23). Was die Kaderplanung betrifft, so will man laut Netzer („Aktuell liegen keine Anfragen vor“) nichts verändern, allein Luca Kronberger (23) hat laut Club die Freigabe, sich einen neuen Verein suchen zu können.

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