Walkner nimmt das Podest ins Visier

Matthias Walkner rüstet sich für die erste Ausfahrt bei der Dakar heute in Dschidda. apa

Matthias Walkner rüstet sich für die erste Ausfahrt bei der Dakar heute in Dschidda. apa

Nach zwei Tagen in Quarantäne geht es bei der Dakar-Rallye los.

Dschidda Die Hitze der Wüste, ein scheinbar endloses Meer aus Sand, und Corona als zusätzlicher Stressfaktor: Die Rallye Dakar verlangt Mensch und Maschine auch in ihrer 43. Auflage alles ab. Wenn beim Prolog heute in Saudi-Arabiens Hafenstadt Dschidda erstmals die Motoren warmlaufen, ist aber vieles anders als früher: Die Pandemie bleibt auch zu Beginn des neuen Jahres traurige Realität.

Schwimmen als Ausgleich

Als die Marathon-Rallye Anfang 2020 ihr Debüt in Saudi-Arabien feierte, waren die Gefahren des Virus kaum bekannt. Ein Jahr später bewegen sich die Teilnehmer in einer „Blase“, der Kontakt zu Außenstehenden soll minimiert werden, in den PS-starken Boliden liegt Desinfektionsmittel nicht nur für das Tanken griffbereit.

Der am Samstag angereiste Matthias Walkner hat im Vorfeld der 43. Dakar-Rallye in Saudi-Arabien die vorgeschriebene zweitägige Quarantäne hinter sich gebracht. Der 34-jährige Motorradler durfte nach negativen Coronatests vom Hotel in Dschidda ins Wohnmobil umziehen, teilt sich den mobilen Schlafplatz bis zum Bewerbsende am 15. Jänner mit seinem australischen KTM-Kollegen Daniel Sanders.

Der Salzburger hat die Quarantäne auch genutzt, um vor dem Prolog noch einmal zu entspannen. „Ich war jeden Tag zum Ausgleich am Strand und bin eine Runde geschwommen“, sagte der Dakar-Sieger 2018. „Ich habe die Tage genossen und lang geschlafen.“ Bei den letzten Tests vor der Dakar möchte er noch an einigen kleinen Feinheiten bei den Protektoren, Brillengläsern und der Airbagweste arbeiten sowie das Gefühl für das Rennmotorrad zurückbekommen.

„Ich habe mich extrem gut vorbereitet, wie jedes Jahr“, zog Walkner eine letzte Bilanz, bevor es ins Abenteuer ging. „Ich bin extrem froh, dass ich wieder Rennen fahren kann, damit sich die Sportwelt weiterdrehen kann. Meine Zielsetzung sind die Top-Drei. Es sind aber viele Sachen, die man nicht so beeinflussen kann. Ich glaube schon, dass ich mich zu den zehn, zwölf Leuten dazuzählen kann, die das Rennen gewinnen können.“

Neuerungen bei der Dakar-Rallye 2021 sind neben der verpflichteten Verwendung von Airbagwesten nur sechs Hinterreifen sowie die Ausgabe der Roadbooks erst 20 Minuten vor dem jeweiligen Etappenstart, die Möglichkeit nur eines Kolben-Tausches während der gesamten Konkurrenz sowie das Verbot von Reparaturen bei Tankstopps. Walkner zu diesem Punkt: „Dies dient nicht der Sicherheit, sondern vielmehr dass der Abenteuer-Gedanke einer Rallye Dakar aufrechterhalten bleibt.“

Die Sandwüste wartet

Kompliziert wird die Aufgabe in jedem Fall. 7776 Kilometer müssen auf den zwölf Etappen plus Prolog absolviert werden, davon 4528 km als Wertungsprüfungen. Die Anforderungen sind extrem, schon früh führt die Route durch die fast menschenleere Rub al-Chali, die größte Sandwüste der Welt. Die zweite Woche ist durch Steine, Geröll und Bergpassagen geprägt.

„Ich glaube schon, dass ich mich zu den zehn, zwölf Leuten für einen Sieg zählen kann.“

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