Zweiter Oreschnik-Angriff auf Ukraine

Russland setzt erneut die Hyperschallrakete Oreschnik ein – diesmal mit tödlichen Folgen.
Brüssel Kiew, Moskau Russland hat bei einem massiven Angriff auf die Westukraine erneut seine neue Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt. Laut dem russischen Verteidigungsministerium kamen neben ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen auch Oreschnik-Raketen zum Einsatz. Der Angriff sei eine Reaktion auf einen angeblichen Anschlag auf Putins Residenz in Waldai.
Die Ukraine wies jede Beteiligung zurück; internationale Experten bezweifeln die russische Darstellung. Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete von 242 Drohnen, 13 ballistischen Raketen, darunter Oreschnik, sowie 22 Marschflugkörpern. Vier Menschen starben, Dutzende wurden verletzt.
Die Rakete war erstmals im November 2024 über Dnipro eingesetzt worden – damals noch in der Testphase, aber mit enormer Zerstörungskraft. Oreschnik erreicht bis zu 12.000 km/h und eine Reichweite von 5.000 Kilometern.
Ziel der aktuellen Attacke waren laut Moskau Drohnenwerke und Energieanlagen. Vize-Sicherheitsratschef Dmitri Medwedew bezeichnete die ukrainische Führung als „Psychopathen“, die Haloperidol benötigten.