Politik in Kürze
Waffenruhe in Aleppo bringt wenig Ruhe
Aleppo Nach Tagen heftiger Gefechte in den kurdisch kontrollierten Vierteln hat das syrische Verteidigungsministerium eine Waffenruhe von 3 bis 9 Uhr ausgerufen. Während sich die Regierung zu einem sicheren Abzug der Kämpfer verpflichtete, blieben diese laut Angaben der Stadt zunächst in den betroffenen Gebieten. Beobachter sprechen von 43 Todesopfern, darunter 23 Zivilistinnen und Zivilisten. Kurdische Kreise warfen der Übergangsregierung vor, mit Belagerung, Beschuss und Vertreibung die Taktiken der Assad-Regierung zu wiederholen. Die Lage bleibt angespannt, auch wenn am Morgen Ruhe herrschte. Der US-Sondergesandte Tom Barrack äußerte die Hoffnung auf eine Entspannung.
Spanien will in Venezuela vermitteln
Madrid, Caracas, Washington Nach der Entführung von Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten bietet sich Spanien als Vermittler an. Ministerpräsident Pedro Sánchez betont, sein Land pflege gute Kontakte zu beiden Seiten und wolle einen friedlichen Übergang mit freien Wahlen ermöglichen. Die geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen Spaniens in Venezuela sind groß.