Längste urbane Seilbahn der Welt

Doppelmayr erhält 372 Millionen-Euro-Auftrag für Cablebús in Mexico City.
Wolfurt, Mexico City Kurz nach Eröffnung der urbanen Seilbahn in Paris, die auch in anderen europäischen Städten und sogar in Vorarlberg die Diskussion über diese Möglichkeit des öffentlichen Nahverkehrs in den Fokus rücken, werden zum wiederholten Mal in Mittel- respektive Südamerika Tatsachen geschaffen.
3000 Fahrgäste stündlich
Kein Wunder – Mexico City und weitere Großstädte in Südamerika haben mit Stadtseilbahnen beste Erfahrungen gemacht, wie begleitende Untersuchungen renommierter Forschungsinstitute und Universitäten belegen: Nicht nur, dass die Umweltbilanz überzeugt, auch die Sicherheit und das soziale Gefüge wachsen deutlich.
Für die Umsetzung der neuen Cablebús Línea 5 – einem der bedeutendsten Mobilitätsprojekte in Mexico City – erhielt nun der Wolfurter Seilbahnhersteller den Auftrag. Die Anlage wird mit einer Gesamtlänge von 15,2 Kilometern und zwölf Stationen die längste urbane Seilbahn der Welt sein. Die Gesamtinvestition von 7,9 Milliarden mexikanischen Pesos (rund 372 Millionen Euro) in dieses Projekt unterstreicht das klare Engagement der Regierung der Metropole Mexico City für eine nachhaltige, sichere und inklusive Mobilität.
Die neue Cablebús Línea 5 verbindet die Stadtteile Álvaro Obregón, Magdalena Contreras und Benito Juárez, zwölf Stationen sind geplant. Die neue Seilbahnlinie wird mit einer Kapazität von bis zu 3000 Fahrgästen pro Stunde und Richtung die aktuellen Reisezeiten halbieren. Als integraler Bestandteil des öffentlichen Verkehrsnetzes trägt sie dazu bei, die Lebensqualität der Anwohner zu steigern und ihre Anbindung an andere Teile der Hauptstadt deutlich zu verbessern. Die Eröffnung der Cablebús Línea 5 ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Doppelmayr setzt bei der Umsetzung auf modernste Seilbahntechnologie, die höchste Standards in Sicherheit, Verfügbarkeit und Energieeffizienz erfüllt, informiert das Unternehmen über diesen Auftrag.
Gemeinsame Vision
Das Seilbahnprojekt stärkt die Zusammenarbeit und die gemeinsame Vision der Regierung von Mexico City und der Doppelmayr Gruppe, mit der Entwicklung nachhaltiger Mobilität die Herausforderungen des Landes zu lösen. Die Zusammenarbeit begann im Jahr 2021 mit den Cablebús-Linien 1 und 3 sowie der Seilbahn in Uruapan, die sich derzeit im Bundesstaat Michoacán im Bau befindet. Damit entsteht in Mexiko die umfangreichste urbane Seilbahninfrastruktur – mit künftig mehr als 50 Kilometern Gesamtlänge, die über 350.000 Fahrgästen täglich eine verbesserte Mobilität bietet.
Nachhaltige Mobilität
Die Cablebús Línea 5 zeichne sich durch ihre hohe betriebliche Effizienz und ihren direkten Beitrag zu einer nachhaltigeren Mobilität aus. Das System benötige nur sehr wenig Platz und greife kaum in die bestehende Infrastruktur ein. Dadurch entstehen deutlich geringere Kosten für Verkehrsflächen. Die Auswirkungen auf den städtischen Raum bleiben minimal. Darüber hinaus trägt das Projekt wesentlich zur Reduktion von Schadstoffemissionen bei: „Durch den Umstieg auf elektrische, seilgezogene Mobilität wird die Luftqualität verbessert und die Effizienz des bestehenden öffentlichen Verkehrsnetzes gesteigert“, stellen die Seilbahnmarktführer aus Wolfurt fest.
Große Projekte in Mexiko
Neben Seilbahnen für den öffentlichen urbanen Verkehr hat die Doppelmayr Gruppe in Mexiko auch weitere Projekte realisiert, darunter den Cable Liner Aerotrén am internationalen Flughafen von Mexico City (AICM), ein RopeCon-System für den Materialtransport in der Bergbauindustrie sowie die Vidanta-Gondelbahn – die erste touristische Seilbahn in einem Strandresort in Lateinamerika. VN-sca

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