Verlust zieht auf 18 Millionen an

von Hanna Reiner
Die Zahlen des abgeschlossenen Geschäftsjahres 2016/17 zeigen weniger Umsatz und mehr Verlust.  Wolford

Die Zahlen des abgeschlossenen Geschäftsjahres 2016/17 zeigen weniger Umsatz und mehr Verlust.  Wolford

Erste Zahlen in Wolford-Jahresergebnis zeigen wie erwartet ein Minus.  Zweistellige Anzahl an Interessenten.

Bregenz. (VN-reh) Ein großes Minus beim Verlust, ein kleineres beim Umsatz. Die ersten Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 bei Wolford geben kein positives Bild ab. Allerdings liegt das Ergebnis im Rahmen der Erwartungen. Denn der Strumpfkonzern gab bereits im April bekannt, dass mit einem höheren Verlust gerechnet wird, als ursprünglich geplant.

So sank der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um fünf Prozent auf 154,28 Millionen Euro. Beim operativen Ergebnis fiel der Rückgang noch stärker aus. Das Ebit (der Gewinn vor Zinsen und Steuern) sank aufgrund verschiedener Sondereffekte auf minus 15,7 Millionen Euro. Denn allein die Abschreibungen summierten sich auf über zwölf Millionen Euro. Unterm Strich liegt der Verlust bei 17,88 Millionen Euro nach minus 10,66 Millionen Euro im Jahr davor, so die ersten, wichtigsten Ergebnisse. Den kompletten Jahresabschluss legt die Wolford AG erst am 24. August vor.

Zumindest konnte Wolford in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2017/18 (Mai bis Juli 2017) den Umsatz währungsbereinigt um rund drei Prozent steigern. Für das Gesamtjahr sei insgesamt ein leichtes Umsatzwachstum in Sicht. Das operative Ergebnis wird laut dem Wolford-Management allerdings weiterhin negativ bleiben. Denn die Restrukturierungsmaßnahmen brauchen noch ihre Zeit und sollen erst ab dem Geschäftsjahr 2018/19 vollständig greifen. Danach will man aber operativ wieder im positiven Bereich sein.

Potenzielle Interessenten

Spannend ist aktuell vor allem auch die Käufersuche. Denn wie im Juni bekannt wurde, suchen die Kernaktionäre des Bregenzer Strumpfkonzerns einen Käufer für ihre Mehrheitsbeteiligung am Unternehmen. Die Suche nach einem Investor ist bereits gestartet. Und wie ist der aktuelle Stand? Allzu viel gibt man dazu in der Zentrale nicht preis. Nur so viel: „Der Investorensuchprozess ist erfolgreich gestartet. Es gibt eine zweistellige Anzahl an potenziellen Interessenten, mit den ersten Investoren steht man bereits in Kontakt“, erklärt Brigitte Kurz, seit dem 1. August 2017 im Vorstand der Wolford AG, auf VN-Anfrage.

Unabhängig davon ist jedenfalls die Finanzierung des laufenden Betriebs bis Juni 2018 gesichert. Das wurde unlängst mit den kreditgebenden Banken vereinbart. Die Kreditlinien wurden dementsprechend verlängert.

Die Wolford-Aktie lag zuletzt bei 17,90 Euro.

Mit den ersten Investoren steht man bereits in Kontakt.

Brigitte Kurz

Fakten

Wolford AG,
Geschäftsjahr 2016/17

» Umsatz: 154,28 Mill. Euro (-5 %)

» Abschreibungen:
-12,33 Mill. Euro (+9 %)

» Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit): -15,72 Mill. Euro (+438 %)

» Ergebnis nach Steuern:
-17,88 Mill. Euro (+68 %)

Wolford beschäftigt 1544 Mitarbeiter, unterhält 16 Tochtergesellschaften und vertreibt die Produkte in mehr als 60 Ländern, in über 267 Monobrand-Verkaufsstandorten, 3000 Handelspartner und online.

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