Die Sternsinger singen nicht

Sternsingeraktion unter speziellen Vorzeichen: Die Einhaltung der Corona-Sicherheitsregeln ist oberstes Gebot.  Furxer

Sternsingeraktion unter speziellen Vorzeichen: Die Einhaltung der Corona-Sicherheitsregeln ist oberstes Gebot.  Furxer

In vielen Gemeinden sind Caspar, Melchior und Balthasar anders als sonst unterwegs.

Rankweil Ein Weiser aus dem Morgenland ist der Coronabeauftragte nicht. Als die heiligen drei Könige von einem Stern bis nach Bethlehem zu Jesus geleitet wurden, waren sie noch allein unterwegs. Heuer wird sich – zumindest im Vorfeld – ein Hygienegesandter um sie kümmern; vorausgesetzt natürlich Caspar, Melchior und Balthasar sind überhaupt unterwegs.

Grundsätzlich ist Sternsingen auch zu Coronazeiten erlaubt. Ein Hygienekonzept ist mit den Behörden abgestimmt, berichtet Susanne Schaudy, Organisatorin der Dreikönigsaktion in Vorarlberg. Allerdings ziehen die Kinder heuer nicht in allen Gemeinden von Tür zu Tür. Viele Pfarren seien erfinderisch und hätten sich um Alternativen bemüht, berichtet die 32-Jährige. Gehen die Sternsinger wie üblich von Haus zu Haus, gelten gewisse Regeln: „Innerhalb einer Gruppe dürfen mehrere Haushalte vertreten sein“, erklärt Schaudy. Singen dürfen die Sternsinger aber nicht. „Bitte den Segen mit Sprüchen übermitteln“, heißt es im Hygienekonzept. Hände und Gegenstände sind regelmäßig zu desinfizieren. Natürlich gelten die Abstandsregeln.

Kreative Pfarren

„Nach dem Anläuten bitte ein paar Schritte zurückgehen“, steht in den Regeln. Die Kinder müssen Masken tragen, können diese aber zwischen den Besuchen abnehmen. Wohnräume dürfen sie nicht betreten. „Die Sternsinger werden daher weniger Stunden unterwegs sein, als sonst. Die Pfarren versorgen sie mit Jausenpaketen“, erklärt Schaudy. „In manchen Orten werden die Sternsinger per Briefkasten kommen, etwa in Schwarzach und Mäder“, erklärt die Verantwortliche der Dreikönigsaktion.

Andere Pfarren seien sehr kreativ und verschickten Filme von ihren Sternsingern. So sei dies in Altach, Frastanz, Meiningen oder Langenegg. In Bizau, Weiler, Raggal und St. Gallenkirch werden die Kinder wie jedes Jahr von Haus zu Haus ziehen, zählt Schaudy beispielhaft vier Gemeinden auf. Die Vorbereitungen seien dort unterschiedlich abgelaufen. Manche Pfarren hätten diese online abgewickelt und Pakete bereitgestellt. In anderen wurden die Gruppen gestaffelt. „Es wird auch darauf geachtet, dass nur Kinder miteinander unterwegs sind, die ohnehin schon miteinander zu tun haben, zum Beispiel Geschwister, Klassenkollegen oder Nachbarn.“

Die Dreikönigsaktion hofft, dass trotz der Einschränkungen wieder ausreichend Spenden zusammenkommen werden und das Aufkommen nicht einbrechen wird. „Zur Sicherheit haben wir bereits Vorkehrungen getroffen, dass unsere Projekte nicht abrupt abgebrochen werden müssen. Das wäre dramatisch.“ Mit dem Spendengeld unterstützt die Organisation notleidende Menschen in unterschiedlichen Teilen der Welt dabei, der Armut zu entkommen. VN-EBI

Für die Dreikönigsaktion kann auch online gespendet werden. Weitere Infos finden Sie unter www.sternsingen.at

„In manchen Orten werden die Sternsinger per Briefkasten kommen.“

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