Mehr Regionales für die Gemeinschaft

Kindergartenleiterin Martina Böckle, Landwirtin Christl Wohlgenannt, Koch Gerhard Nachbauer, LR Christian Gantner und Projektleiterin Anna Hecht.  VLK

Kindergartenleiterin Martina Böckle, Landwirtin Christl Wohlgenannt, Koch Gerhard Nachbauer, LR Christian Gantner und Projektleiterin Anna Hecht.  VLK

Initiative „Vorarlberg am Teller“ forciert regionale Lebensmittel in Gemeinschaftsküchen.

Klaus Regional und biologisch, das sollen mehr Produkte, die in Gemeinschaftsküchen verarbeitet werden, künftig sein. So lautet zumindest das Ziel der 2017 vom Land ins Leben gerufenen Aktion „Vorarlberg am Teller“. „Gutes essen – und damit Gutes tun. Mit dieser Idee stehen Gesundheit und Lebensqualität in unserer Region an erster Stelle“, so Agrarlandesrat Christian Gantner bei der Präsentation der Initiative gestern in Klaus.

Gabeln statt Hauben

Seit Beginn der Aktion setzen bereits zahlreiche Großküchen in Vorarlberg verstärkt auf Regionalität. Je nachdem wie viel Produkte aus der heimischen Landwirtschaft ihren Weg in die Menüs von Pflegeheimen, Schulen oder Kindergärten finden, werden die Teilnehmer  mit sogenannte „Gabeln“ ausgezeichnet. In den zwei Jahren schafften dies sechs Betriebe. Landesrat Gantner und Projektleiterin von „Vorarlberg am Teller“ Anna Hecht sind zuversichtlich, die Zahl der Betriebe heuer noch zu verdoppeln.

Unter den „gabelprämierten“ Teilnehmern findet sich auch der Mahlzeitendienst Vorderland rund um Koch Gerhard Nachbauer. Er versorgt unter anderem den Kindergarten in Klaus jeden Mittag mit frisch zubereitetem Essen aus regionalen Produkten. Für ihn liegen die Vorteile auf der Hand: „Wir kennen die gesamte Wertschöpfungskette, vom Fleisch, über das Gemüse bis hin zu unseren Milchprodukten. Das gibt uns beim Verarbeiten dieser kostbaren Lebensmittel ein gutes Gefühl.“ Einer der Lieferanten Nachbauers ist etwa der biologisch geführte Spallenhof von Familie Wohlgenannt in Götzis. „Auf diese Weise entstehen zukunftsfähige Kooperationen zwischen Landwirtschaft, Gastronomie und Konsumenten“, erklärt Gantner.

Kleine Botschafter

Und das Konzept kommt auch bei den Abnehmern gut an, wie Kindergartenleiterin Martina Böckle bestätigen kann: „Den Kindern schmeckt‘s und sie sind auch eher gewillt etwas Neues zu probieren.“ Auch Landesrat Gantner sieht einen Vorteil darin, bereits den Kleinsten regionales Essen schmackhaft zu machen: „Die Kinder sollen so nicht zuletzt auch als kleine Botschafter für gesunde regionale Lebensmittel in ihren Familien gewonnen werden.“ VN-WIM

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