Ewiges Ringen mit Naturgewalten

Lawinen und Schneebretter haben die Einsatzkräfte im ganzen Land heuer schon ordentlich auf Trab gehalten. hofmeister

Lawinen und Schneebretter haben die Einsatzkräfte im ganzen Land heuer schon ordentlich auf Trab gehalten. hofmeister

8,3 Millionen Euro für Schutz vor gefährlichen Wildbächen und Lawinen in Vorarlberg.

Bregenz Noch nie war sie so wichtig wie heute – die Wildbach- und Lawinenverbauung in Vorarlberg. Unter dem Eindruck des extremen Niederschlages mit außergewöhnlichen Schneemengen waren die Lawinenschutzvorrichtungen großen Belastungen ausgesetzt. „Die gesetzten Maßnahmen haben sich bewährt“, bilanziert Landeshauptmann Markus Wallner (51, ÖVP) die Belastungsprobe für Mensch und Material. In Summe waren zur Bewältigung der Schneesituation 4550 Personen im Einsatz. Sie leisteten 35.400 Einsatzstunden. Es wurden 200 Überwachungs- und Versorgungsflüge getätigt. Die Maschinen waren 48 Stunden in der Luft und haben 218 Personen transportiert.

1000 Gutachten jährlich

„Unser Dank gilt all jenen, die in diesen Tagen im Einsatz waren“, meinten dazu Wallner und Sicherheitslandesrat Christian Gantner (38, ÖVP), der auch die breite Kooperation aller Beteiligten hervorhob. Weil in der Wildbach- und Lawinenverbauung immer wieder neue Schutzmaßnahmen notwendig sind und alte Einrichtungen adaptiert werden müssen, wird auch im laufenden Jahr 2019 kräftig investiert. 18,3 Millionen Euro sind 2019 für verschiedenste Maßnahmen vorgesehen. 9,8 Millionen Euro stellt der Bund zur Verfügung, 3,7 Millionen Euro das Land, der Rest kommt von Kommunen und Interessenten. Neben den Planungen und der Umsetzung von Schutzmaßnahmen gehen die Investitionen auch in die Erstellung von bis zu 1000 Gutachen und in die Erstellung von Gefahrenzonenplänen.

Heuer wird die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) auf rund 160 Baufeldern überall im Land tätig sein. Einen wichtigen Teil der Maßnahmen nimmt laut Gantner die Schutzwaldpflege ein. „Von den 97.000 Hektar Wald in Vorarlberg ist die Hälfte Schutzwald“, verdeutlicht Gantner die Dimension der Aufgabe.

Neue Erfahrungen

Dass Lawinen- und Hochwasserschutz ein dynamischer Prozess ist, macht Andreas Reiterer, Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung in Vorarlberg, eine Bundesbehörde, deutlich. „Wir beurteilen die Situation jedes Jahr neu und richten die Maßnahmen darauf aus.“ Ein aktuelles Beispiel dafür: Die Kanisfluhlawine, die mit einer Auslauflänge von circa 300 Metern in relativ flachem Gelände in Erscheinung trat und neu festgelegt werden muss. An den Baustellen der WLV sind übers Jahr durchschnittlich 90 Arbeiter tätig. Dazu kommen 50 weitere Fachkräfte wie Lkw- und Baggerfahrer, Maschinenringpersonal, Forstarbeiter oder Hubschrauberpiloten. VN-HK

WLV Jahresplan 2019

» Jahresbudget 18,3 Millionen Euro

» 9,8 Millionen Euro vom Bund

» 3,7 Millionen Euro vom Land

» 4,8 Millionen von Interessenten

» 160 Baufelder

» 90 Arbeiter der WLV im Einsatz

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