Den Dialog suchen, die Partizipation ermöglichen

Abschluss beim Städtetag mit Talk-Runde über politische Kultur.

Feldkirch Der 68. Städtetag in Feldkirch endete am Freitag mit einer Talk-Runde. Unter Moderation des langjährigen ORF-Journalisten Raimund Löw diskutierten dabei Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak, Biochemikerin Renée Schröder, Michael Häupl, Felkirchs Bürgermeister Wilfried Berchtold und Ulrich Maly, Oberbürgermeister von Nürnberg, über politische Sprache und Kultur.

Eine Lösung gegen Populismus und Politikverdrossenheit sah etwa Ruth Wodak darin, eine andere Art von Dialog mit der Bevölkerung zu suchen und mehr Partizipation zu ermöglichen.

Ulrich Maly bekräftigte, es herrsche ein Dauererregungszustand über illegale Migration. Er kritisierte die Verantwortlichen in der EU: „Das Dublin-Abkommen hat nur so lange funktioniert, so lange niemand kam.“

Faktenorientierte Diskussionen, Weiterreden mit den Menschen seien für die Zukunft wichtig, war Maly sich mit Michael Häupl einig, der Angst als Auslöser für den Zustrom zu rechtspopulistischen Parteien ausmachte. Als Ursache sah er das Auseinanderklaffen zwischen Arm und Reich. Die aus Südamerika stammende Renée Schröder sah Österreich vergleichsweise positiv. Nur die Österreicher selber würden ihr Land schlechtreden.

Der Feldkircher Bürgermeister Wilfried Berchtold betonte: „Politiker können nur dann reüssieren, wenn sie das halten, was sie versprechen.“ Es gelte Orientierung zu geben und Vertrauen zu vermitteln: „Politik ist kein Sprint, sondern ein Marathon.“

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