Tschetschenen-Demo – Abschiebung verschoben

von Jörg Stadler
Protestkundgebung gegen Abschiebung: Etwa 80 Demonstranten marschierten gestern durch Bregenz. Foto: VN/Steurer
Protestkundgebung gegen Abschiebung: Etwa 80 Demonstranten marschierten gestern durch Bregenz. Foto: VN/Steurer

Bregenz. (VN-sta) „Abschiebung ist Mord“, „Wir fordern Gerechtigkeit“ – mit Transparenten wie diesen gingen gestern etwa 80 Tschetschenen in Bregenz auf die Straße und protestierten gegen die Abschiebung des 35-jährigen Danial M. nach Russland.

Der in Vorarlberg lebende Tschetschene, dessen drei Asylanträge rechtskräftig abgelehnt worden waren, ist wie berichtet am Montag in Schubhaft genommen worden. Er wurde von seiner schwangeren Frau und seinem zehnmonatigen Sohn getrennt, die hierbleiben dürfen. Weil der Mann bereits straffällig geworden sei, komme ein humanitäres Bleiberecht nicht mehr infrage, so der Bregenzer Bezirkshauptmann Elmar Zech auf VN-Anfrage. Man müsse sich eben an die Gesetze halten.

Die für gestern geplante Abschiebung ist verschoben worden. Der Schubhäftling hatte sich laut Polizeisprecherin Susanne Dilp geweigert, freiwillig ins Flugzeug zu steigen. Dezeit befinde sich der Mann in einem Polizeianhaltezentrum in Wien. Die Abschiebung soll nun zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Die Caritas und der Verein Kinderfreunde sprachen sich gegen die Abschiebung des Familienvaters aus.

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