Vorarlberger sitzt in Nigeria hinter Gittern

Österreichischer Staatsbürger aus Vorarlberg wurde mit einem Millionenbetrag am Flughafen von Lagos festgenommen.
lagos Seit Wochen kursieren in nigerianischen Medien Berichte über einen Österreicher, der am Flughafen in Lagos festgenommen wurde – mit umgerechnet rund 1,4 Millionen Euro in bar im Gepäck. Mittlerweile ist klar: Die Festnahme ist bestätigt. Auf VOL.at-Anfrage erklärte das österreichische Außenministerium, dass ein Staatsbürger in Nigeria inhaftiert sei. Die Botschaft in Abuja sei konsularisch involviert. Nähere Angaben wurden aus Datenschutzgründen aber nicht gemacht. Doch nun gibt es neue Erkenntnisse.
Hinweise auf Vorarlberg-Bezug
Nach Recherchen von VOL.at gibt es mehrere voneinander unabhängige Hinweise darauf, dass es sich bei dem Festgenommenen um einen Unternehmer aus dem Vorarlberger Rheintal handelt. Eine offizielle Bestätigung durch Behörden liegt bislang nicht vor. In nigerianischen Berichten wurde zuvor eine Passnummer genannt, die einem österreichischen Reisedokument zugeordnet sein soll. Diese liegt der Redaktion ebenfalls vor. Eine offizielle Identitätsbestätigung durch Behörden gibt es bislang nicht.
Bargeld, Dubai und offene Fragen
Unklar bleibt weiterhin, warum der Mann eine derart hohe Bargeldsumme persönlich mit sich führte. Auch das Reiseziel ist nicht eindeutig geklärt. Laut mehreren Quellen war eine Weiterreise nach Dubai geplant. Ob Dubai das endgültige Ziel war oder ob eine Rückreise über Mitteleuropa vorgesehen war, ist offen. Der Mann wurde nach Angaben der Behörden wegen nicht deklarierten Bargelds festgenommen. Ob die nigerianischen Behörden darüber hinaus Anklage erhoben haben oder weitere Vorwürfe im Raum stehen, ist derzeit nicht bekannt.
Ob in Österreich in diesem Zusammenhang bereits ermittelt wird, ist derzeit nicht bekannt. Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es dafür keine Hinweise. Eine entsprechende Anfrage an das Bundesministerium für Inneres wurde gestellt. vmm

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