Schleuderunfall wegen Schnee: Sattelzug prallte gegen Leitschiene

Verhängnisvolles Überholmanöver führte zu Unfall auf der Autobahn bei Bludenz.
Bludenz Auf der Walgauautobahn A14 in Fahrtrichtung Deutschland kam es am Donnerstag kurz nach 20 Uhr zu einem spektakulären Verkehrsunfall. Als ein 37-jähriger Lkw-Fahrer mit seinem Sattelzug unterwegs war, wurde er von einem 60-jährigen Pkw-Lenker überholt. Während sich das Auto etwa auf Höhe der Mitte des Aufliegers befand, geriet dieser vermutlich aufgrund winterlicher Fahrbahnverhältnisse ins Schleudern und scherte seitlich aus. In der Folge kam es zu einer seitlichen Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen.
In Leitschiene verhakt
Der Sattelzug prallte anschließend in einer Pannenbucht gegen die Außenleitschiene. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Zugmaschine auf die Leitschiene gehoben und rund 15 Meter daran entlang geschoben, bis sie sich an den Stehern der Leitschiene verhakte und zum Stillstand kam. Dabei wurde der Treibstofftank stark beschädigt, wodurch rund 500 Liter Diesel austraten.
Am Sattelzug entstand Totalschaden. Der Pkw wurde an der rechten Fahrzeugseite beschädigt, blieb jedoch fahrbereit und konnte vom Lenker selbst von der Unfallstelle entfernt werden. Beide Fahrzeuglenker blieben unverletzt.
Die Feuerwehr Bludenz wurde alarmiert und war mit vier Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften vor Ort. Die A14 musste in Fahrtrichtung Deutschland bis 23.30 Uhr vollständig gesperrt werden. Die Aufräumarbeiten durch die Asfinag dauerten bis etwa 1 Uhr an. An der Straßeneinrichtung entstand erheblicher Sachschaden. Beschädigt wurden rund 20 Meter der Außenleitschiene sowie etwa zehn Meter der Lärmschutzwand.
