„Ich sprach einen Polizisten an, ob sie die Kinder besuchen kommen“

Am frühen Donnerstagmorgen rückten Polizei und Feuerwehr vor dem Kindergarten Forach an.
Dornbirn Eine junge Mutter brachte ihren Sohn am Donnerstagmorgen zum Kindergarten Forach, als Polizei und Feuerwehr vorfuhren. „Ich sprach noch einen Polizisten an, dachte, dass sie die Kinder besuchen kommen“, erklärt die Foracherin. Sie vermutete, dass die Feuerwehr und Polizei den Kindern ihre Ausrüstung zeigen, den Freund und Helfer den Kindern vorstellen wollten und daher einen Teil des Parkplatzes absperrten. „Er sagte aber nur, nein, es gab einen Todesfall.“
Die leblose männliche Person wurde in den frühen Morgenstunden vom Personal in unmittelbarer Nähe zum Kindergarten vorgefunden, und die Einsatzkräfte alarmiert. Das Todesopfer stehe in keinem Zusammenhang zur Bildungseinrichtung, auch sei es für die Kinder nicht zu sehen gewesen. Entsprechend wurde der Betrieb normal weitergeführt. Direkte Anrainer wurden erst durch das Anrücken der Einsatzkräfte aufmerksam, am Donnerstagvormittag wusste gegenüber den VN niemand über besondere Zwischenfälle in der Nacht zu berichten.
Identität bekannt
Die Identität des Mannes konnte im Laufe des Vormittags geklärt werden, erklärt die Landespolizeidirektion Vorarlberg. Noch könne man keine Details zur Person oder zur Todesursache bekannt geben, die Ermittlungen sind noch im Gange. Zur Klärung der Todesursache wird in den kommenden Tagen eine Obduktion durchgeführt.
In der Nacht auf Donnerstag herrschten in Dornbirn Temperaturen von –4 bis –8 Grad Celsius.
Eltern über Kidsfox informiert
Die Eltern der Kinder wurden über die Kommunikationsapp Kidsfox noch am Vormittag über den Zwischenfall unterrichtet. „Da bereits viele Kinder und auch Erziehungsberechtigte unser Team auf die Situation angesprochen haben, ist es uns wichtig, möglichen Ängsten, Sorgen oder Fantasien in einem geschützten und ruhigen Rahmen vorzubeugen“, betont in dieser Nachricht der Kindergartenkoordinator der Stadt Dornbirn. Man habe die Kinder altersgerecht informiert, auch das Kriseninterventionsteam war vor Ort. „Wir bitten Sie, Ihren Kindern heute beim Nachhausekommen besondere Aufmerksamkeit zu schenken, ihnen aufmerksam zuzuhören und aufkommende Fragen behutsam zu beantworten.“ Man selbst stehe für Rückfragen gern zur Verfügung. „Ich fühle mich gut informiert“, bestätigt besagte junge Mutter. vn-rau

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