Politisch wie moralisch ein schlechter Neujahrsstart

Statt des vom US-Präsidenten Trump längst versprochenen und selbst inzwischen von der russischen Bevölkerung ersehnten Waffenstillstands in der Ukraine lässt dieser mit einer völkerrechtswidrigen Militäraktion, verbunden mit 100 Toten, Venezuelas Präsident festnehmen und nach Amerika ausliefern. Zudem erhebt er Anspruch auf die weltgrößten Rohölreserven dort, und als Draufgabe brauche er das (dänische) Grönland aus strategischen und wohl mehr aus wirtschaftlichen Gründen. Was erleben wir momentan nur für Staatenlenker? Links der russische Kriegstreiber Putin und „rechts“ ein Präsident Trump, die beide ihre persönlich gewünschten Einfluss-Sphären nur mit dem Recht des Stärkeren ohne Rücksicht auf Menschenrechte/Menschenwohl einfach gewaltsam durchsetzen. Wir haben in Österreich das Riesenglück, dass wir bislang verschont von den durch den Klimawandel vermehrten Wetterextremen weltweit hier in Frieden leben können. Daher ist für mich das überall hörbare Jammern und Schlechtmachen aller Regierungsmaßnahmen (positiv beispielsweise Straftäterabschiebungen, Mietpreisstopp, Betrugsbekämpfungsgesetz usw.) unverständlich.

Viele verständlicherweise ärgerliche und uns alle betreffende Probleme wie die zu hohe Inflation hängen mehr mit der Gier vieler Menschen nach möglichst schnellem Geld ohne viel Arbeit zusammen und lassen sich in einer Demokratie eben nicht mit Gesetzen lösen – vor allem nicht mit einer nur polternden FPÖ-Opposition. Mit einem Amerika unter einem so völlig unberechenbaren Präsidenten möchte ich jedenfalls nicht tauschen.

Egon Troy, Fußach

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