Wieder Millionen für eine private Gastronomieschule?

Eine Gruppe von WK-Tourismus-Funktionären mit dem damaligen Spartenobmann Hans-Peter Metzler hat sich vor über zehn Jahren in den Kopf gesetzt, eine private Tourismus-Ausbildungsstätte zu gründen. Finanziert mit Geldern der Wirtschaftskammer über die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge sowie mit Geldern aus dem Bildungsbudget des Landes Vorarlberg. Hierfür bestand jedoch absolut kein Bedarf sowie keine Notwendigkeit. Die Gastronomieausbildung war mit der Landesberufsschule Lochau (Lehrausbildung) sowie der damaligen dreijährigen Hotelfachschule in Bludenz und in Bezau bestens abgedeckt. Die jahrzehntelangen Erfolge der Lehrlinge aus diesen Schulen bei Wettbewerben samt den nachweislichen Karriereschritten zahlreicher Absolventen sprechen für sich.

Dem damaligen Kritikpunkt „zu wenig Theorie in der Landesberufsschule“ wurde mit der Berufsschulzeiterweiterung schon längst Rechnung getragen. Auch die Kritik an der derzeit in Vorarlberg stillgelegten dreijährigen Hotelfachschule (BMBWF) wegen „zu wenig Praxis“ könnte analog zu den bestehenden Weinbaufachschulen (BMLUK) mit einem für den Bund kostenneutralen Praxisjahr als viertes Jahr kompensiert werden. Dazu müsste jedoch dieser wegen der „Gascht“ stillgelegte Bundesschultyp samt dem angesprochenen zusätzlichen Praxisjahr neu aktiviert werden. Diese neue vierjährige Hotelfachschule könnte natürlich unter dem Namen „Gascht“ geführt werden. Räume und Einrichtungen stehen in Bludenz und Bezau bereit. Das Land und die Wirtschaftskammer Vorarlberg ersparen sich die derzeitigen Mietzahlungen in den Bundesschulen und vor allem den millionenteuren angedachten Umzug in die Privatschule Marienberg.

Peter Rüf, Wolfram Baldauf, ehemals Landesberufsschule Lochau

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