Freiheit

Nach der Nazizeit gelobte man: „Nie wieder Faschismus“. Das Beste, was uns dann passierte, war die Demokratie. Demokratie ist Freiheit. Noch dürfen wir deshalb sogar die Regierung straflos kritisieren. Das stört die weltweit erfolgreich agierenden autoritären Regime, deren Interessen bei uns durch die Kickl-FPÖ zielführend vertreten werden. Kickl ist aber nicht das eigentliche Problem, sondern nur das Symptom für den Zustand unserer demokratiemüden Gesellschaft. In einem kürzlichen Gespräch mit Besuchern aus Schweden und Finnland äußerten sich diese dankbar für deren mutige Regierungsentscheidung zum NATO-Betritt. Das hiesige Festhalten an der Neutralität ist nicht Patriotismus, sondern Selbstbetrug.

Viel Zeit dürfte uns nicht mehr bleiben, die zwingend nötigen rechtlichen Weichen für die Schaffung der Verteidigungsfähigkeit zu stellen. Sollte die Wählerschaft zunehmend diese Kickl-FPÖ hofieren, dürften solche Schritte kaum mehr möglich sein. Denn wenn ein Faschist durch demokratische Wahl an die Macht kommt, wird der deshalb nicht zum Demokraten. Nachdem die moskaufreundliche FPÖ, die früher als einzige Partei die Neutralität ablehnte, diese seit der Ergreifung der Parteimacht durch Kickl als einzige Altpartei bedingungslos verteidigt, sollte das Alarm genug sein, damit wir uns nach Jahren nicht fragen müssen, wer damals für die Demokratie gekämpft hat.

Dr. Walter Loacker, Hörbranz

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