Sammeln unter dem guten Stern

Sternsingeraktion in Hörbranz mit großer Begeisterung.
Hörbranz Jedes Jahr zur Dreikönigszeit nach Weihnachten ziehen traditionell die Sternsinger von Haus zu Haus und überbringen persönlich Glück- und Segenswünsche. Unter anderem schreiben sie C+M+B an die Häuser, was die Abkürzung für den lateinischen Segensspruch „Christus mansionem benedicat“ steht, und dies bedeutet „Christus segne dieses Haus“. Damit wird um den Schutz und den Segen für das Haus und dessen Bewohner gebeten. C+M+B steht aber auch für die Namen der Heiligen der Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, die drei Kreuze sollen die heilige Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, symbolisieren. Meist wird auch die Jahreszahl des Besuches angeschrieben. Der Brauch der Sternsinger geht auf frühe Segenswünsche für Häuser zurück. Engagierte Kinder und Jugendliche, begleitet von Erwachsenen, schlüpfen ehrenamtlich in königliche Gewänder, ziehen von Tür zu Tür, bringen Segenswünsche und sammeln gemeinsam Spenden für Menschen in Not. Am 2. und 3. Jänner waren in Hörbranz an beiden Tagen insgesamt 12 Gruppen unter dem diesjährigen Motto „Sternsingen: Gemeinsam Gutes tun“ mit ihren Liedern und Sprüchen unterwegs. Rund 70 Kinder und Jugendliche, so viele wie schon lange nicht mehr, wanderten und sammelten miteinander unter dem hellen Stern für den guten Zweck.
15.000 Euro gesammelt
Unter der Organisation von Daniela Hehle und Martina Sturn mit ihrem großen Team konnten so mehr als insgesamt 15.000 Euro gesammelt werden, die nun zur Hilfe für Kinder und Familien, in Not verwendet werden können. Einen weiteren positiven Effekt neben dem finanziellen Erfolg hat die Sternsingeraktion auch für das Gemeindeleben im Ort. Bei den Vorbereitungen, bei den Besuchen und beim gemeinsamen Aufwärmen und Jausnen lernen sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Dorf besser kennen und soziale Kontakte werden geknüpft. Daniele Hehle dazu: „Danke an alle ehrenamtliche Kinder und Jugendliche, Begleitpersonen, fleißigen Helfer (beim An- und Auskleiden, in der Küche zum Jause richten, verteilen der Süßigkeiten, zum Einüben der Leider und Sprüche, …) für ihre Mithilfe. Es ist schön mitzuerleben, was erreicht werden kann, wenn man solidarisch zusammenhilft.“ CHF