Sternsinger mit offenen Herzen empfangen

Sternsinger brachten Segen und Hoffnung nach Lustenau.
Lustenau Bei klirrender Januarkälte stapften die drei jungen Sternsinger-Könige Caspar, Melchior und Balthasar in warme Kleidung gepackt durch Lustenau. Unter ihren Schuhen knirschte der Schnee und ihr Atem bildete lange Rauchwolken in der klaren, sonnigen Winterluft. Luis, Eduard und Florian zogen am Montag als Sternsinger fröhlich von Haus zu Haus, brachten den Menschen den traditionellen Neujahrssegen und zauberten ein Lächeln in viele Gesichter.
Begeisterte Sternsinger im Einsatz
Die drei neunjährigen Buben waren Teil der rund 65 Kinder und Jugendlichen, die im neuen Jahr im Auftrag der Erlöserkirche Rheindorf unterwegs waren. Straße für Straße, Haus für Haus überbrachten sie den Segen, sangen ihr vorbereitetes Lied und sammelten Spenden für Mädchen und Frauen in Tansania. „Ich bin gerne ein Sternsinger. Es macht Spaß, sich zu verkleiden und von Haus zu Haus zu ziehen“, erklärte Eduard, der bereits zum vierten Mal dabei ist. Auch sein Freund Luis war zum vierten Mal als Sternsinger unterwegs. „Die Menschen mögen uns, weil wir Freude bringen und Gutes tun“, sagte er. Florian ergänzte: „Es macht Spaß und ist schön, wenn sich alle freuen, dass wir kommen.“ Als Sternsinger müsse man einige Voraussetzungen mitbringen: Freude, Ausdauer und auch etwas Kraft, wie sie verrieten. Denn mit der Zeit werde der Sternenstab und die Spendenbox schwer, auch wenn in der Box hauptsächlich Geldscheine liegen würden. Für die drei Sternsinger war dies kein Problem: sie waren bestens vorbereitet und motiviert auch dieses Jahr alle Häuser zu besuchen.
„Hereinspaziert“, sagte Astrid Gassner mit einem freundlichen Lächeln, nachdem die Sternsinger an ihrer Haustür geklingelt haben. Dass die Kinder nasse Schuhe vom Schnee hatten, störte sie nicht im Geringsten. Gemeinsam mit ihrem Mann und einer Freundin lauschte sie aufmerksam dem Lied der Sternsinger und lobte anschließend ihren Gesang. Auch Erich Schwarz hatte bereits auf die Kinder gewartet. „Die Sternsinger sind Teil unserer Tradition. Wir freuen uns jedes Jahr, wenn sie kommen“, erklärte er. Es würde ihm etwas fehlen, wenn die Sternsinger nicht mehr an der Tür klingeln und für den guten Zweck sammeln würden.
Freude und Segen überbringen
Nicole Martin, Koordinatorin der Sternsinger in der Pfarre Rheindorf, hatte die Routen der Kinder festgelegt und sorgte dafür, dass jede Straße, jedes Haus und jede Wohnung besucht wurde. „Wir waren vom zweiten bis zum fünften Januar unterwegs. Die Kinder hatten große Freude daran, als Könige verkleidet den Segen zu überbringen“, berichtete sie. Einige Kinder waren jeden Tag im Einsatz, andere nur an einem Tag. „Jeder kann so viele Tage mitmachen, wie er möchte. Auch nur ein Nachmittag ist möglich.“ Am Ende des Tages trafen sich alle Sternsinger wieder in der Pfarre, schlüpften aus ihren Gewändern und freuten sich über die vielen Süßigkeiten und Leckereien, die sie von den besuchten Haushalten geschenkt bekommen haben. BVS


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