Premiere im OP

Feldkirch Ein Team der Abteilung „Orthopädie und Unfallchirurgie“ der Landeskrankenhäuser Feldkirch und Bludenz hat erstmals eine sogenannte Periazetabuläre Osteotomie (PAO) des Beckens durchgeführt. Der Eingriff, mit dem angeborene Fehlstellungen der Hüftpfanne (Hüftdysplasie) korrigiert werden können, gilt laut Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) allgemein als komplex und schwierig und wird daher an nur wenigen Gesundheitszentren durchgeführt. „Mit dem Schwerpunktkrankenhaus Feldkirch sind es in Österreich nun drei Häuser, die diese Operation anbieten“, sagt Primar Dr. René El Attal. Bei einer PAO wird die gesamte Hüftpfanne mithilfe verschiedener chirurgischer Werkzeuge gelöst, in die korrekte Position gedreht und wieder fixiert.
Unter 30
Geeignet ist die Methode für Patienten jüngeren bis mittleren Alters, bei denen die Hüftpfanne nicht richtig ausgebildet ist. Die Patienten bemerken zunächst lange nichts von ihrer Fehlstellung: „Es beginnt dann langsam mit Schmerzen in der Hüfte, innerhalb weniger Jahre sehen wir bereits erste Arthrose-Zeichen“, erklärt El Attal und verweist auf Menschen, die bereits in ihren 40er-Jahren eine Hüftprothese benötigen. Die beiden Patienten, die am LKH Feldkirch unlängst operiert wurden, sind beide unter 30 Jahre alt.