Alfred Schnittkes musikalische Welt

Elisabeth Koch vom Wahlpflichtfach Kulturmanagement im Gespräch mit Brigitte Walk, der Leiterin von walktanztheater.com.

Elisabeth Koch vom Wahlpflichtfach Kulturmanagement im Gespräch mit Brigitte Walk, der Leiterin von walktanztheater.com.

Feldkirch. Eine Einführung der Leiterin der Musikdokumentationsstelle, Silvia Thurner, in die musikalische Welt von Alfred Schnittke: Die „Sketches“ bestehen aus 22 musikalischen Skizzen, die in Anspielung auf Texte des bekannten russischen Autors Nikolai Gogol so lustige Titel tragen wie „Die Suche nach der Nase“ oder „Die Nase ist gefunden“. Diese Kompo­sitionen entstanden in den späten 1970er-Jahren und wurden vom berühmten Bolshoi Ballet 1985 als Ballett aufgeführt. Schnittke hat einen Teil davon ursprünglich für die Aufführung eines Stückes von Gogol geschrieben und nun für die Ballettaufführung ergänzt.

Schnittkes Kompositionsweise besteht darin, sich auf ganz unterschiedliche Musikstile zu beziehen, sie zu zitieren und zu verfremden. So taucht in den „Sketches“ die Musik von Eric Satie ebenso auf wie die von Beethoven oder Schostakowitsch. Die Wahl seiner Instrumentierung ist sehr phantasievoll und von der Lust am klanglichen Experiment geprägt.

Alfred Schnittkes Vater stammte ursprünglich aus Frankfurt am Main, seine Mutter war Deutschlehrerin in Russland. Seine Ausbildung als Musiker erhielt er ab Mitte der 1940er-Jahre zuerst in Wien, dann am Moskauer Konservatorium, wo er in den 1960er-Jahren auch unterrichtete, bevor er sich ab 1973 nur noch dem Komponieren widmete. 1990 übersiedelte Schnittke, nach 40 Jahren in Russland, nach Hamburg, wo er an der Musikhochschule eine Professur für Komposition übernahm.

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