VN-Interview. Tobias Bonn (52)

Musikalische Zeitreise ins Italien der 60er

von Frank Angerer
Die „Geschwister Pfister“ sind demnächst im Freudenhaus zu Gast.
Die „Geschwister Pfister“ sind demnächst im Freudenhaus zu Gast.

Das Freudenhaus lädt zum Musikkabarett mit den beliebten „Geschwistern Pfister“.

schwarzach. Demnächst kommen die „Geschwister Pfister“ mit ihrem Programm „Wie wär’s, wie wär’s? – Die Geschwister Pfister in der Toskana“ nach Vorarlberg. Tobias Bonn alias „Toni Pfister“ im VN-Interview.

Für die, die das Programm noch nicht kennen: Beschreiben Sie bitte kurz, was den Zuschauer erwartet.

Bonn: Wie fast immer bei den „Geschwistern Pfister“ handelt es sich auch hier um ein musikalisches Nummernprogramm mit einem bestimmten Thema. Man sieht die Pfisters diesmal als eine typische deutsche Kleinfamilie aus den späten 50er-Jahren, die zum ersten mal mit dem eigenen Auto ins Ausland in den Urlaub fahren. Was sie unterwegs erleben und wem sie alles begegnen, das wird von uns besungen. Fast vierzig Lieder und rund dreißig Kostüme später sind wir dann auch inzwischen in den späten 70er-Jahren angelangt, wenn es wieder nach Hause geht.

Liegt Euch die Musik der 60er generell am Herzen? 

Bonn: Na klar, das ist ja die Musik aus unserer Kindheit und Jugendzeit. Das Großartige bei diesen Liedern ist, dass sie einen ganz schnell in eine bestimmte Zeit zurückversetzen. Das geht mit Musik einfach ganz schnell und direkt und macht uns wie den Zuschauern immer große Freude. Ganz egal übrigens, wie man die Schlager damals gefunden hat.

Woher kommen eigentlich die Ideen zu Euren Programmen?

Bonn: Unsere Shows brauchen mitunter Jahre vom ersten Einfall bis zur Premiere. Manchmal ist es erstmal ein ulkiger Titel für eine Show, manchmal sind es ein paar Lieder, die wir schon immer sangen, aber noch nie unterbringen konnten. Wir blödeln, zum Beispiel auf Reisen, einfach gerne rum, sammeln alle möglichen Lieder und Ideen, die uns faszinieren, lassen die Sache zwischendurch ruhen und schauen dann nach einiger Zeit, was hängengeblieben ist und noch weiter Lust macht. Und irgendwie muss es immer auch mit der Showbranche zu tun haben, mit der wir so gerne kokettieren.

Die „Geschwister Pfister“ gibt’s nun schon 25 Jahre, seid Ihr bei Euren Auftritten noch manchmal nervös? 

Bonn: Vor einer Uraufführung ist die Anspannung immer noch groß. Weil wir immer direkt zu den Zuschauern spielen, sind die Publikumsreaktionen von großer Bedeutung. Vor allem auch für das Timing auf der Bühne. Auch mit vielen Jahren Showerfahrung kann man das Publikum ja nicht mitproben. Meistens brauchen wir auch einige Vorstellungen, bis wir uns warmgelaufen haben.

Was war das Peinlichste, das Ihnen auf der Bühne jemals passiert ist?

Bonn: Peinlich ist einem natürlich immer, wenn man einen Texthänger hat. Besonders bei einem Lied ist das schrecklich, weil die Musik ja unerbittlich weiterläuft. Auch grobe Choreografiepatzer lassen das Adrenalin hochschnellen. Auch wenn die Zuschauer oftmals gar nichts von diesen Fehlern bemerken . . .

Was ist für Sie das Schönste an Ihrem Beruf?

Bonn: Jeden Abend aufs Neue versuchen zu dürfen, die Zuschauer für ein paar Stunden glücklich zu machen.

Euer Publikum darf sich in Lustenau freuen auf . . .

Bonn: Da zitiere ich jetzt einfach mal aus einem Artikel über uns: „Auf eine verrückte Zeitreise zwischen Kokolores und Triumph, Aberwitz und Nostalgie. Unterhaltsam, gekonnt und schamlos komisch . . .“   

„Wie wär’s, wie wär’s? Die „Geschwister Pfister“ in der Toskana“: 19., 20. und 21. Mai, Freudenhaus im Millenniumpark in Lustenau. Karten: www.freudenhaus.or.at, Musikladen, Dornbirn/Bregenz Tourismus

Zur Person

Tobias Bonn alias „Toni Pfister“

Geboren: 5. 3. 1964 in Bonn   

Wohnort: Berlin

Familienstand: eingetragene Lebenspartnerschaft

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