Restaurant-Tipp

Kurt Bracharz

Dornbirn-Nostalgie im ,,Sinohouse“

Vorige Woche erzählten mir die Wirtsleute meiner Lieblingspizzeria „Fuchs & Schaden“, bei ihnen hätten Dornbirner gespeist, die alle fünf Wien-Tipps aufsuchten, die ich im April 2011 hier gegeben hatte. Angesichts des großen Erfolgs wiederhole ich heute dieses Schema anhand aktueller Eindrücke. Ich war natürlich im „Mochi“, dem neuesten In-Lokal von Wien, dessen Erfolg auch die beiden Junggastronomen, die es im Sommer eröffnet haben, überrascht hat. Es gibt japanisch-kalifornische Fusionsküche, Steaks, Tempura, Maki, Shrimps und aus Maine importiere Softshell-Crabs, alles sehr, sehr gut, aber eigentlich keine Erklärung dafür, warum man hier zu jeder Tageszeit nur mit sehr viel Glück einen Sitzplatz bekommt.

Wenn Sie lieber im Grünen spazieren gehen, empfehle ich einen Ausflug zur Hermes-Villa im Lainzer Tiergarten und deren Restaurant „Artner“ mit Wiener Küche. Dort habe ich bodenständige Krautfleckerln und Frischlingsschnitzel mit Kürbiskrusteln und Preiselbeeren gegessen. Wenn Ihnen mehr nach Heurigen ist, probieren Sie es mal mit „Matzka“ in Hagenbrunn. Das Buffet ist dort ganz ausgezeichnet, Mutige nehmen den Knierling (Schweinsknie), wer auf der sicheren Seite sein will, den Kümmelbraten.

Im 2. Bezirk gibt es ein kleines Lokal namens „Seoul“, das die beste koreanische Küche und die unfreundlichste Bedienung von Wien haben soll. Man muss unbedingt reservieren lassen. Wir haben’s versucht, wurden aber abgewimmelt, und gingen ins „Bada-Sushi“ im 1. Bezirk. Dort schmeckten uns Edamame, Bulgogi und Sundubu Zzigae, wir stellten aber erfreut fest, dass das uns näher gelegene „O Kims“ in Hard durchaus in derselben Liga spielt. Anders war es im „Sinohouse“ von Fong und Jin Loh, mit dem ich in Vorarlberg nichts vergleichen könnte, auch nicht Jins ehemaliges „Sinohaus“ in Dornbirn. Wir nahmen zwar nicht die Spezialität des Hauses, die Pekingente, weil es sie nur ab 2 Personen gibt und wir Verschiedenes essen wollten, aber die Dim Sum, der gedämpfte Schweinebauch, die knusprige Ente oder die Sichuanpfeffer-Kutteln waren auch ganz vorzüglich. Danach plauderten wir mit den Lohs über die guten alten Zeiten in Dornbirn und darüber, wie viele Gäste aus Vorarlberg im neuen „Sinohouse“ auftauchen.

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