Urzeit-Erdrutsch am Great Barrier Reef

Australien möglicherweise von bis zu 27 Meter hohen Tsunami-Wellen überschwemmt.

Sydney. Australien ist vor rund 300.000 Jahren infolge eines gewaltigen Unterwasser-Erdrutsches am Great Barrier Reef möglicherweise von einer riesigen Flutwelle überschwemmt worden. Wie Wissenschafter mitteilten, löste der anscheinend durch ein Beben verursachte Abbruch am Kontinentalschelf Australiens vermutlich einen Tsunami aus, der mit bis zu 27 Metern auf die Ostküste traf. Die Hinweise auf die Naturkatastrophe wurden demnach bei der Erstellung eines dreidimensionalen Kartenbilds des Korallenriffs gefunden. Aus dem Kontinentalschelf Australiens sei damals rund 75 Kilometer vor der Küste ein „riesiges Stück“ von 20 Kilometern Länge und acht Kilometern Tiefe herausgebrochen, sagte Robin Beaman von der James-Cook-Universität. Mit 32 Kubikkilometern seien die ins Rutschen geratenen Erdmassen rund 30 Mal so groß gewesen wie der Uluru, sagte Beaman mit Blick auf den auch als Ayers Rock bekannten Monolithen in der australischen Wüste.

Die Wissenschafter, die ihren Fund im Fachmagazin „Marine Geology“ dokumentierten, untersuchten zur zeitlichen Einordnung der Katastrophe fossile Kaltwasserkorallen aus einer Wassertiefe von 1,17 Kilometern. Die ältesten Korallen waren demnach rund 302.000 Jahre alt.

Dramatische Auswirkungen hatte der Tsunami nach Ansicht der Forscher vermutlich nicht: Das Great Barrier Reef habe schon damals wie ein riesiger „Wellenbrecher“ gewirkt, sagte Beaman.

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