Sterne verraten Alter durch Schwingungen

Neue Bestimmungsmethode für Altersschätzung von Sternen.

Wien/Leuven. Um etwas über das Alter junger Sterne zu erfahren, brauchen Wissenschafter Informationen über ihr Innenleben. Ein Forscherteam um die österreichische Astronomin Konstanze Zwintz fand nun heraus, dass das Schwingungsverhalten der Sterne einiges über ihr Alter verrät.

Für die Altersschätzung von Sternen greifen Wissenschafter auf Computermodelle zurück, in denen ihre wahrscheinlichste Entwicklung über lange Zeiträume berechnet wird. Die Altersbestimmung beruht dann darauf, wie gut die mittels astronomischer Beobachtungen gewonnenen Daten über einen konkreten Stern zu dem passt, was das Modell vorhersagt. Darin stecke viel Physik und viele Annahmen, erklärte Zwintz. „Man kann die Natur aber oft nicht im Computermodell so wiedergeben, wie sie wirklich ist.“ Die einzige Methode, mit der man aus der Ferne über das Alter eines Sternes etwas erfahren kann, sei die Asteroseismologie. Dabei handelt es sich um die Vermessung der Schwingungen der pulsierenden Jungsterne mittels Satelliten und von Bodenstationen aus. Diese Schwingungen werden durch periodisches Aufstauen von Energie verursacht, das den Stern größer werden lässt. Wird dann eine bestimmte Schwelle im Energiestau überschritten, entweicht die Energie und der Stern schrumpft wieder. In ihren Daten erkannten die Wissenschafter nun „einen ganz eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Entwicklungszustand und den Schwingungseigenschaften“, sagt Zwintz, die an der Uni Leuven (Belgien) tätig ist.

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