Wer erfand . . .

. . . die Dialyse?

Die Dialyse ist ein Blutreinigungsverfahren, das bei Nierenversagen eingesetzt wird. Neben der Transplantation ist sie die wichtigste Ersatztherapie bei chronischem, aber auch akutem Nierenversagen. Der schwedischer Professor Nils Alwall (1904 bis 1986) war ein Pionier der Hämodialyse. Er entwickelte die ersten kommerziellen Dialysegeräte und war führend auf dem Gebiet der Ultra- und Hämofiltration.

Die weltweit erste „Blutwäsche“ über semipermeable Membranen beim Menschen wurde 1924 von Georg Haas in Gießen durchgeführt. Den Durchbruch brachte jedoch Willem Kolff 1945 in den Niederlanden mit seinem Trommeldialysegerät mit Zellophan-Schläuchen als Dialysemembran. Diese Membran erlaubte eine kontrollierte Blutreinigung von definierten Stoffmengen. Eine technisch überlegene Parallelentwicklung von Nils Alwall in Schweden 1946 ließ auch die Ödemflüssigkeit aus Lungen und Gewebe ausschwemmen.

Die von Kolff entwickelte erste künstliche Niere war für den klinischen Einsatz ungeeignet, da die überschüssige Flüssigkeit nicht entnommen werden konnte. Alwalls ähnliche Konstruktion war aber in einem Behälter aus rostfreiem Stahl eingeschlossen, in dem durch negativen Druck die Flüssigkeit entzogen wird. Der erste Patient wurde am 3. September 1946 behandelt.

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