Radprofi verurteilt

Der angeklagte Ex-Radprofi Stefan Denifl vor Beginn des Prozesses wegen gewerbsmäßigen schweren Sportbetrugs vor einem Jahr.  APA

Der angeklagte Ex-Radprofi Stefan Denifl vor Beginn des Prozesses wegen gewerbsmäßigen schweren Sportbetrugs vor einem Jahr.  APA

Wegen gewerbsmäßigen schweren Sportbetrugs. Urteil vorerst nicht rechtskräftig.

Innsbruck Der ehemalige Radprofi Stefan Denifl ist am Landesgericht Innsbruck wegen gewerbsmäßigen schweren Sportbetrugs zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, 16 Monate davon werden bedingt nachgesehen. Zudem wurden dem 33-jährigen Tiroler 349.000 Euro als verfallen erklärt. Denifl soll laut Anklage zwischen 2014 und 2018 Blutdoping betrieben haben. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig.

Der Tiroler hatte beim ersten Verhandlungstermin im Februar des vergangenen Jahres zwar zugegeben, mit Hilfe des deutschen Sportarztes Marks S. Blutdoping betrieben zu haben. Er hatte jedoch bestritten, jemanden betrogen zu haben. Er habe immer alle Verträge erfüllt, meinte Denifl. Die Staatsanwaltschaft hatte dem ehemaligen Radprofi auch vorgeworfen, im Vorfeld der Verhandlung Geld beiseite geschafft zu haben. Im Anklagepunkt der betrügerischen Krida wurde Denifl aber freigesprochen.

Bezüglich des Anklagepunktes der betrügerischen Krida hatte sich Denifl nicht geständig gezeigt. Er habe sein Geld investieren wollen – unter anderem in Bitcoins und Gold – deshalb habe er es von seinem Konto abgehoben. Mit der anstehenden Verhandlung hätte dies nichts zu tun gehabt. Er hatte nie die Absicht, das Geld beiseite zuschaffen, beteuerte der Tiroler. Der Richter sprach daraufhin jedoch von einer „schiefen Optik“, dass am gegenständlichen Konto jahrelang keine Behebungen stattgefunden hätten und im Vorfeld des Strafverfahrens dann plötzlich sehr viele. Dass der Staat bei unrechtmäßiger Bereicherung auch auf das Geld zugreifen und es als verfallen erklären könne, wusste er nicht, beteuerte der 33-Jährige. Ein als Zeuge per Videokonferenz zugeschalteter Verantwortlicher  erklärte, dass das Team das an Denifl bezahlte Geld nicht zurückverlangen wird.

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