Massiver Schlag gegen Rechts

Ein Teil der bei den Ermittlungen beschlagnahmten Waffen, die bei der Pressekonferenz präsentiert wurden.  APA

Ein Teil der bei den Ermittlungen beschlagnahmten Waffen, die bei der Pressekonferenz präsentiert wurden.  APA

Ermittler stellen Dutzende Waffen, Munition und Sprengstoff sicher.

Wien, München, Duisburg Bei Durchsuchungen haben Ermittler in Österreich ein riesiges Waffen­arsenal für Rechtsradikale sichergestellt. In Bayern, Nordrhein-Westfalen und Österreich wurden mehrere Verdächtige festgenommen. Den Ermittlern sei ein „massiver Schlag“ gegen die rechte Szene gelungen, erklärte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Wochenende. Mit den Waffen sollte „möglicherweise eine rechtsradikale Miliz“ in Deutschland aufgebaut werden. Demnach nahmen die Ermittler fünf Personen in Österreich fest. Ein mutmaßlicher Drogenkurier wurde in Passau gefasst. In seinem Auto hätten sich 23 Kilo Amphetamin befunden, so die Polizei. Ein weiterer Verdächtiger sei in Nordrhein-Westfalen festgenommen worden. Beide Beschuldigten seien einem Haftrichter vorgeführt worden. Bei Durchsuchungen in Duisburg, Düsseldorf und Velbert hätten die Ermittler noch weitere 1,8 Kilo Marihuana und 50 Gramm Kokain sichergestellt, teilte das Landeskriminalamt in Nordrhein-Westfalen mit. Ursprung des Verfahrens in Deutschland sei ein Hinweis des Bayerischen Landeskriminalamtes auf einen Drogentransport aus dem Rheinland in Richtung Bayern gewesen. Eine Drogenlieferung aus Deutschland im Oktober habe auch die Polizei in Österreich zu dem Netzwerk geführt. Mit Erlösen aus dem Drogenhandel seien die gefundenen Waffen gekauft worden. Der Hauptverdächtige sei ein 53-jähriger vorbestrafter Österreicher, der mit mehreren Mittätern den Handel aufgezogen haben soll. Nach Angaben der österreichischen Behörden wurden mehr als 70 automatische und halbautomatische Schusswaffen, Handgranaten, Wehrmachtsgegenstände, wie Säbel und Helme, sowie Munition in Mengen eines sechsstelligen Bereichs sichergestellt. Laut Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl einer der „größten Funde der letzten Jahrzehnte“.

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