Schrecklicher Verdacht

Die Ermittler überprüfen, ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen der verschwundenen Mädchen Inga (r.) und Maddie gibt.  AP

Die Ermittler überprüfen, ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen der verschwundenen Mädchen Inga (r.) und Maddie gibt.  AP

Ermittler prüfen einen Zusammenhang zwischen dem Fall Maddie und der vermissten Inga.

Braunschweig Die dreijährige Maddie aus Großbritannien verschwand aus einer Appartement­anlage in Portugal, die fünfjährige Inga im Norden des deutschen Bundeslands Sachsen-Anhalt. Nun prüfen Ermittler, ob es einen Zusammenhang zwischen den Fällen gibt. Die Staatsanwaltschaft Stendal teilte am Freitag mit, im Zusammenhang mit dem Tatverdacht gegen einen Deutschen im Fall Maddie werde nach Anhaltspunkten für Verbindungen zum Fall Inga gesucht. Die Frage sei auch, ob sich daraus ein Anfangsverdacht gegen den Mann ergebe.

Mittwochabend hatten das deutsche Bundeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Braunschweig bekannt gegeben, dass der mehrfach vorbestrafte 43-Jährige im Fall Maddie unter Mordverdacht steht. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft Braunschweig geht davon aus, dass das am 3. Mai 2007 im portugiesischen Praia da Luz verschwundene Mädchen tot ist. Was tatsächlich geschah, ist bisher nicht bewiesen. Ebenso unklar ist, was mit Inga geschah, als sie am 2. Mai 2015 aus einem Wald bei Stendal spurlos verschwand. In den Ortsteil Wilhelmshof hatte sie mit ihrer Familie einen Ausflug gemacht. Man wollte Holz für ein Lagerfeuer suchen. Nachdem Inga nicht zurückkehrte, startete eine riesige Suchaktion auf dem gut 3500 Hektar großen Gelände. Umfangreiche Ermittlungen konnten den Fall bisher nicht klären.

Die „Magdeburger Volksstimme“ berichtete am Freitag über Verbindungen des Beschuldigten im Fall Maddie nach Sachsen-Anhalt. Er soll ein Grundstück im Landkreis Börde besessen haben. Dort fanden Beamte den Informationen der Zeitung zufolge im Februar 2016 einen Datenstick mit Kinderpornografie. Damals hätten Ermittler auch Spuren mit denen im Fall Inga abgeglichen, berichtete die „Volksstimme“. Es hätten sich keine brauchbaren Hinweise ergeben.

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