Höchststrafe für Peter Madsen

Während des ganzen Verfahrens hat Peter Madsen den Mord an Kim Wall bestritten. 2018 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt.  AP; AFP

Während des ganzen Verfahrens hat Peter Madsen den Mord an Kim Wall bestritten. 2018 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt.  AP; AFP

Lebenslang für Folter und Mord an Journalistin Kim Wall. Verteidigung kündigt Berufung an.

Kopenhagen Der dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen ist wegen der Folter und des Mordes an der schwedischen Journalistin Kim Wall zur Höchststrafe verurteilt worden – das Gericht schickt ihn lebenslang ins Gefängnis, was in Dänemark rund 15 Jahre bedeutet. Der 47-Jährige wurde für schuldig befunden, die 30-Jährige im August 2017 auf seinem U-Boot missbraucht, ermordet und zerstückelt zu haben. Das Urteil sei einstimmig gefallen, sagte die Richterin. Madsens Verteidigerin kündigte eine Berufung gegen das Urteil an.

Kim Wall war am 10. August 2017 für ein Interview mit dem in Dänemark bekannten Erfinder Madsen in seinem U-Boot auf den Öresund gefahren. Am nächsten Vormittag tauchte die „Nautilus“ auf, sank dann aber. Die Retter fischten nur Madsen aus dem Wasser. Teile von Walls Leiche – Kopf, Torso, schließlich Beine und Arme – fand man in den folgenden Tagen und Wochen im Meer. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Madsen Wall im U-Boot fesselte und mit spitzem Werkzeug auf sie einstach. Weil man Stichwunden unter anderem in den Geschlechtsteilen fand, geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass Madsen Sex-Fantasien auslebte. Madsen behauptete zunächst, er habe sie nach einer Havarie unversehrt an Land gebracht. Als ihre Leichenteile gefunden wurden, sagte er, Wall sei bei einem Unfall an Bord ums Leben gekommen und er habe ihre Leiche im Meer entsorgt. Später änderte er seine Angaben neuerlich und sagte, Wall sei nach einem plötzlichen Druckabfall an Bord gestorben.

Vor Gericht kamen immer wieder grausame Details zutage. So wurden Videos von Hinrichtungen und Enthauptungen gezeigt, die auf einer von Madsens Festplatten gespeichert waren. Er sei vom Tod fasziniert gewesen und habe vom perfekten Verbrechen geträumt, sagten Zeugen aus.

<p>(FILES) This file photo taken on August 11, 2017 shows Peter Madsen, builder and captain of the private submarine "UC3 Nautilus" pictured in Dragoer Harbor south of Copenhagen, following a major rescue operation after the submarine sank in the sea outside Copenhagen Harbor. Danish prosecutors on January 16, formally charged inventor Peter Madsen with last year's murder of Swedish journalist Kim Wall, whose dismembered body parts were found at sea after she interviewed him on his homemade submarine. Madsen, who was arrested and detained shortly after Wall's disappearance in August, has admitted cutting up her body and dumping it at sea but has denied intentionally killing her. / AFP PHOTO / Scanpix Denmark / Bax Lindhardt / Denmark OUT</p>

(FILES) This file photo taken on August 11, 2017 shows Peter Madsen, builder and captain of the private submarine "UC3 Nautilus" pictured in Dragoer Harbor south of Copenhagen, following a major rescue operation after the submarine sank in the sea outside Copenhagen Harbor. Danish prosecutors on January 16, formally charged inventor Peter Madsen with last year's murder of Swedish journalist Kim Wall, whose dismembered body parts were found at sea after she interviewed him on his homemade submarine. Madsen, who was arrested and detained shortly after Wall's disappearance in August, has admitted cutting up her body and dumping it at sea but has denied intentionally killing her. / AFP PHOTO / Scanpix Denmark / Bax Lindhardt / Denmark OUT

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