Fall Fritzl schockte die Welt: Aufdeckung jährt sich zum 10. Mal

Der heute 83-jährige Josef Fritzl verbüßt seine Haftstrafe in der Justizanstalt Stein.

Der heute 83-jährige Josef Fritzl verbüßt seine Haftstrafe in der Justizanstalt Stein.

Amstetten 24 Jahre lang hielt Elektrotechniker Josef Fritzl seine eigene Tochter in einem Kellerverlies als Sklavin, zeugte mit ihr sieben Kinder. Vor zehn Jahren flog das Verbrechen auf und sorgte weltweit für Schlagzeilen.

Das unfassbare Doppelleben des Josef Fritzl begann Anfang der 1980er-Jahre. Der verheiratete Mann baute im Keller seines Hauses ein 60 Quadratmeter großes Gefängnis, mit insgesamt acht zum Teil 500 Kilogramm schwere Türen mit Fernbedienung gesichert. Am 28. August 1984 lockte er seine damals 18-jährige Tochter Elisabeth in den Keller, betäubte sie und sperrte sie mit Handschellen gefesselt ein. In den nächsten 24 Jahren wurde sie von ihrem Vater wieder und wieder vergewaltigt, gebar sieben Kinder. Das Verschwinden seiner Tochter erklärte Fritzl gegenüber seiner Frau und Nachbarn ganz einfach: Sie sei wohl bei einer Sekte und durchgebrannt. Bei den Behörden meldete der Vater seine Tochter als vermisst.

Zwei Söhne und eine Tochter lebten mit ihrer Mutter im Keller. Die drei anderen Kinder nahm der Vater mit nach oben zu seiner Frau. Das Auftauchen der Babys erklärte Fritzl seiner Frau damit, dass die vermisste Tochter die Babys im Haus abgelegt habe. Das Verbrechen flog erst auf, als die 19-jährige Tochter in dem Keller lebensgefährlich erkrankte und von Fritzl in eine Klinik gebracht wurde. Ein Arzt wurde misstrauisch und gab der Polizei den entscheidenden Tipp.

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