Messerattacke fordert in Finnland zwei Tote

In Folge des Messerangriffs in der finnischen Stadt Turku kam es zu erhöhtem Polizeiaufgebot am Hauptbahnhof in Helsinki. Foto: AFP

In Folge des Messerangriffs in der finnischen Stadt Turku kam es zu erhöhtem Polizeiaufgebot am Hauptbahnhof in Helsinki. Foto: AFP

Auch in Wuppertal wird ein Mann bei einer Messerstecherei getötet.

Helsinki. Bei einer Messerattacke im Zentrum der finnischen Stadt Turku sind zwei Menschen getötet worden. Kurz nach der Tat wurde der mutmaßliche Angreifer von der Polizei angeschossen und festgenommen. Man kenne sein Motiv nicht und bemühe sich, die Identität zu klären, sagte der nationale Polizeichef Seppo Kolehmainen am Abend auf einer Pressekonferenz. Ein Messer sei sichergestellt worden. „Bis jetzt betrachten wir dies nicht als einen Terrorangriff, aber wir können Terrorismus nicht ausschließen“, sagte ein Sprecher der Kriminalpolizei. Nach möglichen weiteren Angreifern wurde gefahndet.

Wie genau die beiden Opfer zu Tode kamen, wollte die Polizei zunächst nicht sagen. Die Universitätsklinik teilte mit, ein Mensch sei erst im Krankenhaus gestorben, drei weitere seien in intensivmedizinischer Behandlung. Insgesamt seien neun Menschen ins Krankenhaus gebracht worden.

Der Sender YLE zitierte Augenzeugen mit den Worten, in der Innenstadt seien mehrere Schüsse zu hören gewesen. Die Polizei forderte die Bevölkerung am Nachmittag auf, die Gegend um den Tatort nicht zu betreten, möglicherweise gebe es weitere Täter. Die wichtigste Bibliothek der Stadt und ein Einkaufszentrum wurden evakuiert.

Als Folge der Messerattacke wurde die Polizeipräsenz an Bahnhöfen und am Flughafen von Helsinki erhöht. Züge und Busse auf dem Weg aus der Stadt wurden kontrolliert. Die Regierung wollte zu einer Sondersitzung zusammenkommen, wie Regierungschef Juha Sipila auf Twitter schrieb. Die Großstadt Turku liegt rund 170 Kilometer von der Hauptstadt Helsinki entfernt an der Westküste.

Ein Toter in Wuppertal

Auch in der Nähe des Wuppertaler Hauptbahnhofs kam es gestern zu einer tödlichen Messerstecherei. Ein 31-Jähriger kam ums Leben, sein 25-jähriger Bruder wurde verletzt. Die Polizei startete einen Großeinsatz zur Suche nach dem geflüchteten Täter. Die Hintergründe der Auseinandersetzung waren zunächst völlig unklar. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es nicht, sagte ein Sprecher.

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.