Heftige Unwetter zogen Spur der Verwüstung

In der niederösterreichischen Gemeinde Trumau richteten Unwetter schwere Schäden an. Die Feuerwehr war im Großeinsatz. Foto: APA

In der niederösterreichischen Gemeinde Trumau richteten Unwetter schwere Schäden an. Die Feuerwehr war im Großeinsatz. Foto: APA

Sturmböen von bis zu 130 km/h ließen in weiten Teilen Österreichs Bäume umstürzen und deckten Häuser ab.

Wien. Heftige Unwetter sind in der Nacht auf Freitag über einen Großteil des Bundesgebiets hinweggezogen und haben enorme Schäden angerichtet. Die Feuerwehren waren wegen Schlammlawinen, umgestürzter Bäume und überfluteter Straßen im Dauereinsatz. Auf einem Campingplatz in Kärnten wurden nach Angaben der Polizei mehrere Wohnwagen umgeworfen. Drei Personen, davon ein Kind, sind von herabfallenden Ästen verletzt worden. Im Gemeindegebiet von Lurnfeld und Sachsenburg sind mehrere Hausdächer abgetragen und Autos von umstürzenden Bäumen beschädigt worden. Elektroleitungen rissen ab. Eine heftige Regenfront mit Sturmböen zog auch über das Ennstal in der Steiermark und sorgte dafür, dass zahlreiche Bäume umstürzten. Infolge der Unwetterschäden wurden auch mehrere Zugstrecken im Burgenland und in Niederösterreich unterbrochen. Zudem war die Ostautobahn (A 4) stundenlang gesperrt, weil Bäume die Fahrbahn blockierten. Schlammlawinen führten in Tirol und in Salzburg zu mehreren Behinderungen: Unter anderem war die Brenner Straße (B 182) durch das Tiroler Wipptal wegen einer Schlammlawine gesperrt.

Auch in Wien waren die Wetterkapriolen zu spüren. Die Feuerwehr war nach heftigen Gewittern rund 200 Mal im Einsatz, vor allem wegen umgestürzter Bäume.

Stromausfälle

Doch nicht nur in Österreich wüteten Unwetter: Auch in Italien und Ungarn fegten Stürme über das Land hinweg. Campingplätze an der Adriaküste wurden unter Wasser gesetzt, zahlreiche Bäume stürzten um. In Ungarn waren mehr als 100.000 Haushalte ohne Strom. In Tschechien rückten die Feuerwehren über 700 Mal aus. Und auch in der Slowakei war die Nacht stürmisch. In Malacky mussten Dutzende Familien ihre Wohnungen verlassen, weil die losgerissene Dachkonstruktion einer Wohnhausanlage die Statik des Gebäudes bedrohte.

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