Klimaforscher rüsten in den Polarregionen auf

Genf. Mehr Wetterballons und -bojen in der Arktis und Antarktis sollen den rapiden Klimawandel in den Polarregionen dokumentieren und die dortige Wettervorhersage verbessern. Unter Federführung des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven starten im Sommer mehr als 50 Institute und Wetterstationen aus mehr als 20 Ländern ein zweijähriges Kooperationsprogramm, teilte die Weltwetterorganisation (WMO) am Montag in Genf mit.

Arktis und Antarktis haben massive Probleme: Die von Meereis bedeckten Flächen waren im Januar so klein wie nie zuvor in diesem Monat seit Beginn der Messungen 1979, teilte die US-Klimabehörde NOAA im Februar mit. In der Arktis lag die durchschnittliche Ausbreitung der Meereisdecke demnach um rund neun Prozent unter dem Durchschnitt von 1981 bis 2010, in der Antarktis sogar rund 23 Prozent.

Mit der Eisschmelze wachsen die Aktivitäten in den Polarregionen, sei es Tourismus, neue Schifffahrtsrouten oder die Ausbeutung der Rohstoffe. Das berge Risiken, sagt WMO-Generalsekretär Petteri Taalas: „Weniger Eis heißt nicht weniger Gefahr.“ Ein Ölleck wäre in den Regionen eine Katastrophe. „Akkurate Angaben über Wetter und Eis werden immer wichtiger, um die Sicherheit in den Polarregionen und darüber hinaus zu gewährleisten“, so Taalas.

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