Hingerichteter Chinese für unschuldig erklärt

Peking. Rund 18 Jahre nach seiner Hinrichtung ist ein junger Mann in China für unschuldig erklärt worden. Der 18-Jährige sei 1996 fälschlicherweise für die Vergewaltigung und den Mord an einer Frau zum Tode verurteilt worden, teilte das zuständige Gericht in der Inneren Mongolei am Montag mit.

Ein anderer gestand

Zhao Jianping, Vizechef des Rechtshauses in Hohot, verbeugte sich vor den Eltern und entschuldigte sich für die Fehlentscheidung, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Vor neun Jahren hatte ein Mann die Tat gestanden.

Die Zahl der Hinrichtungen in China geht nach Schätzungen zurück, aber noch immer sollen in dem Land mehr Menschen als im gesamten Rest der Welt zum Tode verurteilt werden. 2013 fiel die Zahl der Todesurteile nach einer Hochrechnung der in den USA ansässigen Dui Hua Stiftung, die über gute Beziehungen zu chinesischen Justizkreisen verfügt, auf 2400. Seit 2007 müssen alle Todesurteile wieder vom Obersten Gericht in Peking überprüft werden, was zu dem starken Rückgang der Zahlen geführt hat.

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