Zwei Tote nach Einsturz einer Straßenbrücke

Ein Pendlerbus, zwei Lastwagen und ein Auto waren unter Betonteilen eingeklemmt. Zwei Menschen starben, 19 weitere wurden verletzt. AP
Ein Pendlerbus, zwei Lastwagen und ein Auto waren unter Betonteilen eingeklemmt. Zwei Menschen starben, 19 weitere wurden verletzt. AP

Brücke stürzt bei dichtem Verkehr zusammen und begräbt mehrere Fahrzeuge unter sich.

SÃo Paulo. Beim Einsturz einer im Bau befindlichen Brücke sind im WM-Austragungsort Belo Horizonte mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. 19 weitere wurden verletzt. Wie die Behörden mitteilten, waren nach dem Unglück vom
Donnerstag ein Pendlerbus, zwei Lastwagen und ein Auto unter Betonteilen eingeschlossen. Ob unter den Opfern Touristen waren, war unklar.

Das Unglück ereignete sich rund fünf Kilometer vom Mineirao-Stadion entfernt, in dem zuletzt einige Spiele der Fußball-WM ausgetragen wurden. Am kommenden Dienstag findet dort eine Halbfinalpartie statt.

Betonteile herabgestürzt

Auf Überwachungskameras war zu sehen, wie die Straßenbrücke bei dichtem Verkehr plötzlich in sich zusammenfiel. Betonteile stürzten auf einen Pendlerbus, zwei Baustellenlastwagen und ein Auto herab und begruben sie unter sich. Unter den Toten war die Fahrerin des Busses, sagte Feuerwehrhauptmann Federico Pascual. Ein Vertreter des Büros des Bürgermeisters meldete den Tod einer weiteren Person.

Im Dunkeln blieb die Unglücksursache. Die mit dem Bau der Straßenbrücke betraute Betreiberfirma Cowan teilte mit, Inspektoren seien vor Ort. Zu einem Ergebnis seien sie noch nicht gekommen.

Die Lehrerin Alexandra Pereira hielt mit ihrem zehn Jahre alten Sohn in ihrer Wohnung ein Nickerchen, als die 20 Meter entfernt liegende Straßenbrücke einstürzte. „Es hörte sich wie ein Erdbeben oder eine Bombe an“, sagte sie. Innerhalb von Sekunden, schilderte Pereira, seien ihre Nachbarn im Erdgeschoß hinausgeeilt, um Verletzte aus dem eingeschlossenen Bus zu ziehen. Sie und etliche Bewohner von neun Wohngebäuden nahe der Straßenüberführung hätten sich schon vor langer Zeit beim Büro des Bürgermeisters darüber beschwert, dass sie wegen der Bauarbeiten um ihre Sicherheit fürchteten, sagte sie. Ihr Antrag auf eine Entschädigungszahlung für einen Umzug sei jedoch abgelehnt worden, die Behörde habe ihnen versichert, dass das Bauprojekt sicher sei.

Laut Feuerwehrsprecher Edgar Estevo da Silva haben Beamte die anliegenden Wohngebäude inspiziert und keine Anzeichen für eine Gefährdung durch den Einsturz festgestellt.

Das tragische Unglück von Belo Horizonte ist der schwerwiegendste Vorfall während der WM in Brasilien, die laut Beobachtern bis dato weitaus weniger chaotisch verlaufen ist als befürchtet.

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