US-Behörden vergaßen verurteilten Täter

Wien. Cornealious Anderson wurde im Jahr 2000 wegen eines bewaffneten Raubüberfalls zu 13 Jahren Haft verurteilt. Die Behörden forderten ihn damals auf, auf weitere Anweisungen zu warten, wann und wo er seine Strafe anzutreten habe. Diese Anweisungen kamen aber nie.

13 Jahre Verspätung

Bis im Juli vergangenen Jahres plötzlich schwerbewaffnete Polizisten vor seinem Haus standen und ihn festnahmen, berichtete sein Anwalt am Donnerstag. Dieser fordert nun die sofortige Freilassung seines Mandanten. Anderson hatte sein Leben in den vergangenen 13 Jahren völlig umgekrempelt. Er hat gerheiratet und ist inzwischen Vater von drei Kindern. Anderson meldete ein Gewerbe an und unternahm nie einen Versuch, sich zu verstecken. Er zahlte ordnungsgemäß seine Steuern, Strafzettel und verlängerte in dieser Zeit seinen Führerschein. Bis eben im vergangenen Jahr die Justizbehörden des Staates Missouri ihren Irrtum bemerkten. Anderson fordert aber nun seine Freiheit zurück: Die Behörden hätten ihre Chance verpasst, ihn in Haft zu setzen, argumentieren er und sein Anwalt.

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