400.000 vertrauliche Schülertests im Netz

Wien. Eigentlich waren die Tests für vier Augen bestimmt – jene des Lehrers und jene des Schülers. Jetzt sind mehr als 400.000 Test­ergebnisse und Daten von 37.000 Lehrern im Internet aufgetaucht. Sie liegen auf einem rumänischen Server – unverschlüsselt und ungeschützt. Und damit weltweit für jeden Internetbenutzer einsehbar. Es handelt sich um das womöglich größte Datenleck in der österreichischen Schulgeschichte.

Insgesamt 1,8 Gigabyte an sensiblen Informationen liegen der „Presse“ vor. Sind die Daten in eine Datenbank eingespeist, sind nicht nur die Testaufgaben ersichtlich, sondern auch die Ergebnisse der Schüler und die E-Mail-Adressen der Lehrer. Mit diesen Informationen lässt sich genau feststellen, wie gut eine einzelne Schule und wie erfolgreich die Schüler eines bestimmten Lehrers abgeschnitten haben. Nur die Schülernamen sind verschlüsselt. Wie diese sensiblen Daten auf dem Server landeten, ist bislang nicht klar.

Fest steht, dass sie niemals dort hätten landen dürfen und dass das Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE) schon seit Längerem davon wusste: Am 18. Dezember hat die Firma Zeo Solutions GmbH, die mit dem BIFIE für den Test zusammengearbeitet hat, darauf hingewiesen, dass ungesicherte Daten im Internet aufgetaucht seien. Gehandelt wurde nicht. 

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