Orkan „Xaver“ richtete schwere Schäden an

Hamburg erlebte eine der schwersten Sturmfluten seit Jahrzehnten.
Foto: Epa
Hamburg erlebte eine der schwersten Sturmfluten seit Jahrzehnten. Foto: Epa

Mehrere Tote und Verletzte. Sturmtief verlief dennoch glimpflicher als erwartet.

Hamburg. Sturmflut, Stromausfälle, Störungen im Straßen-, Flug- und Zugverkehr: „Xaver“ ist zwar glimpflicher ausgefallen als befürchtet, dennoch richtete der Orkan schwere Schäden an. In Salzburg starb ein Lkw-Lenker bei einem Verkehrsunfall, der durch eine Böe verursacht worden war. In Polen, Großbritannien und in Skandinavien kamen ebenfalls Menschen ums Leben.

Tausende in Notunterkünften

In Großbritannien haben Tausende Menschen in Küstenregionen wegen des Sturms die Nacht auf Freitag in Schulen und anderen Notunterkünften verbracht. Aus Vorsicht vor Sturmfluten und möglichen Überschwemmungen hatten die Behörden vielen Menschen mit Häusern am Meer geraten, sich in Sicherheit zu bringen. Am Freitag galten für zahlreiche Orte noch Sturm- und Unwetterwarnungen. Vielerorts ging das Wasser aber zurück und der Sturm war vorbeigezogen. Am Donnerstag waren zwei Menschen in Großbritannien ums Leben gekommen: In Schottland starb ein Lastwagenfahrer, nachdem sein Fahrzeug im Sturm umgekippt war. In Mittelengland wurde ein Mann von einem umfallenden Baum getötet.

In Polen sind als Folge des Orkans mehr als 400.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten gewesen. Vor allem dem Westen des Landes brachte der Sturm am Freitag chaotische Verhältnisse. Drei Menschen starben in der Region Pommern, als ein Baum auf ihr Auto fiel.

In Norddeutschland richtete „Xaver“ trotz hoher Windgeschwindigkeiten nur kleinere Schäden an. In Hamburg erreichte eine der schwersten Sturmfluten der vergangenen Jahrzehnte Freitag früh ihren Scheitelpunkt. Der Zugverkehr war stark eingeschränkt. Wegen auf die Gleise gefallener Bäume oder beschädigter Oberleitungen mussten in Schleswig-Holstein sowie in Teilen von Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen sowie in Hamburg und Berlin zahlreiche Zugstrecken gesperrt werden. Die Lufthansa strich am Freitag rund 70 Flugverbindungen.

An der belgischen Küste blieben die befürchteten Überschwemmungen aus. Auch die Niederlande kamen glimpflich davon, wie die Behörden mitteilten.

Die Ausläufer des Orkans „Xaver“ haben in der Nacht auf Freitag auch im Bundesland Salzburg heftig gewütet, Schäden sind aber nur sehr vereinzelt entstanden. Auf den Bergen wurden Sturmböen mit bis zu 152 km/h verzeichnet. In Oberösterreich waren rund 600 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie hatten vor allem mit umgestürzten Bäumen und Plakatwänden zu tun. Hauptbetroffen waren die Bezirke Wels-Land, Linz-Land, Ried im Innkreis und Vöcklabruck. In der Steiermark ist ein Forstarbeiter bei Holzschlägerungsarbeiten im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag schwer verletzt worden, als eine Windböe den Wipfel eines Baumes abriss.

Im Salzburger Pinzgau ist wegen heftiger Sturmböen ein Reisebus auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal gegen einen Lkw gekracht. Foto: apa
Im Salzburger Pinzgau ist wegen heftiger Sturmböen ein Reisebus auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal gegen einen Lkw gekracht. Foto: apa
Orkanböen deckten Häuser ab und beschädigten Autos. Foto: rts
Orkanböen deckten Häuser ab und beschädigten Autos. Foto: rts
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