Nach „Sandy“ Dutzende Tote und Milliardenschäden

Verzweiflung bei diesen beiden Frauen: Ihre Häuser liegen in Trümmer. Foto: Reuters
Verzweiflung bei diesen beiden Frauen: Ihre Häuser liegen in Trümmer. Foto: Reuters

Aufräumarbeiten nach Jahrhundertsturm haben begonnen – Immer noch Millionen ohne Strom.

Washington. Es wird Wochen dauern, bis in den von „Sandy“ zerstörten Regionen wieder Alltag herrscht. Nach dem Jahrhundertsturm „Sandy“ laufen die Aufräumarbeiten an der US-Ostküste auf Hochtouren. Die Schäden gehen in die Milliarden, Dutzende Menschen starben. Es wird wohl noch Wochen dauern, bis alle Stromleitungen wieder funktionieren. Auch die New Yorker U-Bahn stand weiter still.

Zahl der Todesopfer steigt

Die Zahl der Toten stieg nach Medienberichten weiter. Allein in der Stadt New York seien inzwischen 22 Opfer registriert, berichtete die „New York Times“ am Mittwoch. Insgesamt gebe es in den Sturmregionen bis zu 50 Tote. Die Sachschäden dürften nach Schätzungen von Wirtschaftsfachleuten bis zu 20 Milliarden Dollar (15,5 Milliarden Euro) betragen.

Die New Yorker bemühten sich am Mittwoch um eine Rückkehr zum Alltag. In höher gelegenen Stadtteilen der Millionen-Metropole kehrte fast wieder Normalität ein. Busse fuhren, Geschäfte öffneten. Der John-F.-Kennedy-Flughafen nahm am Mittwoch wieder den Betrieb auf, allerdings wurden zunächst nur wenige Flüge abgewickelt. Auch am Airport in Newark starteten und landeten Maschinen, La Guardia blieb dagegen noch geschlossen. Nach zwei Tagen Unterbrechung nahm auch die Börse an der Wall Street den Handel wieder auf, Bürgermeister Michael Bloomberg läutete symbolträchtig die Eröffnungsglocke. Nach dem Durchzug von „Sandy“ war der öffentliche Verkehr New Yorks zusammengebrochen, U-Bahnschächte und Tunnel liefen mit Salz- und Brackwasser voll. Das „Wall Street Journal“ berichtete von Plünderungen in einigen Stadtteilen.

Stromversorgung hat Priorität

Bei einem Treffen mit Chefs von Energiefirmen habe Obama betont, dass die Wiederherstellung der Stromversorgung oberste Priorität habe, teilte das Weiße Haus am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Nach CNN-Angaben waren gut 24 Stunden nach dem Durchzug von „Sandy“ an der Ostküste weiter sieben Millionen Menschen ohne Strom.

In New York verbrachten Hunderttausende die zweite Nacht ohne Elektrizität. Viele waren auch ohne Wasser, Internet und Telefon. Mehrere Tausend Menschen mussten weiter in den 76 Notunterkünften der Stadt schlafen.

Andere Regionen in Nordamerika müssen „Sandy“ noch überstehen: In den Höhenlagen der Appalachen in West Virginia brachte der Wirbelsturm bis zu einen Meter Schnee. Nach Berechnungen der Meteorologen soll der Wirbelsturm an diesem Mittwoch auch Kanada erneut bedrohen. Allerdings lasse die Stärke deutlich nach.


Es wird noch Wochen dauern, bis alle Stromleitungen wieder funktionieren.
Es wird noch Wochen dauern, bis alle Stromleitungen wieder funktionieren.
Artikel 2 von 12
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.