Weniger Besucher, aber mehr „Bierleichen“ als im Vorjahr

6,4 Millionen Menschen haben heuer das Oktoberfest besucht – das sind eine halbe Million weniger als im Vorjahr. Foto: dapd
6,4 Millionen Menschen haben heuer das Oktoberfest besucht – das sind eine halbe Million weniger als im Vorjahr. Foto: dapd

Auf dem Münchner Oktoberfest wurden gestern Abend die Zapfhähne zugedreht.

München. Weniger Besucher, aber mehr Polizeieinsätze und Alkoholopfer auf dem Oktoberfest: Gut 6,4 Millionen Menschen haben in diesem Jahr die 179. Münchner Wiesn besucht, das waren rund eine halbe Million weniger als vor einem Jahr. Die Oktoberfestgäste kamen in diesem Jahr aus mindestens 70 Ländern. Das habe die Auswertung der Abhebungen an den Geldautomaten auf dem Festgelände ergeben, hieß es von der Festleitung.

6,9 Millionen Maß Bier

Die Wies’n-Besucher tranken etwa 6,9 Millionen Maß Bier, wie Festleiter Dieter Reiter am Sonntag zum Abschluss des größten Volksfestes der Welt erklärte. Der Bierkonsum sank damit um 600.000 Maß gemessen an 2011. Zwar seien die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr gesunken, allerdings war das Festgelände wegen des alle vier Jahre parallel stattfindenden Zen­tralen Landwirtschaftsfestes kleiner, wie Reiter erklärte. Verglichen mit der letzten sogenannten „kleinen Wiesn“ im Jahr 2008 stieg der Bierkonsum sogar um 300.000 Maß. Unter anderem wurden in diesem Jahr 116 Ochsen und 57 Kälber verspeist.

Von einem vergleichsweise lebhaften Oktoberfest sprachen am Sonntag die Sicherheitskräfte und Rettungsdienste in ihren Abschlussbilanzen. Die Wiesnwache der Münchner Polizei wurde nach eigenen Angaben zu rund 2000 Einsätzen gerufen. Das war etwas mehr als im Vorjahr. Insgesamt registrierte die Polizei rund 1400 Straftaten, darunter viele Fälle von Körperverletzung und Diebstahl.

Außerdem gab es heuer mehr „Bierleichen“ als im Vorjahr: Das Bayerische Rote Kreuz versorgte in den zwei Festwochen 827 Betrunkene, 2011 waren es noch 777.

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