Pilzverseuchte Arznei tötete sieben Menschen

New York. Ein verunreinigtes Medikament hat in den USA zu einer Welle tödlicher Hirnhautentzündungen geführt und sieben Menschen das Leben gekostet. Insgesamt wurden bis zum Sonntag 64 Fälle in neun Bundesstaaten gemeldet – 17 Fälle mehr als am Tag zuvor. Die Experten des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) befürchten weitere Betroffene. Insgesamt könnten gar 34.000 Menschen von der Meningitiswelle erfasst werden, schätzten Wissenschaftler im Sender CNN. Vor allem die Südstaaten und hier besonders Tennessee sind betroffen. Dem CDC zufolge wurde das schmerzstillende Präparat in 23 der 50 US-Bundesstaaten geliefert. Nach Informationen von CNN haben dort 76 medizinische Einrichtungen die Medikamente erhalten.

Schmerzmittel

Den bisherigen Erkenntnissen zufolge haben sich alle Erkrankten in den vergangenen Wochen Steroide (Hormone) als Schmerzmittel in den Rückenmarkkanal spritzen lassen. Die US-Behörden konzentrieren sich bei ihren Ermittlungen auf ein Pharmaunternehmen aus dem US-Bundesstaat Massachusetts. Die Firma habe die Produktion vorübergehend eingestellt. Die Behörden riefen mögliche Betroffene auf, sich zu melden. Zudem stellten sie eine Liste der verdächtigen Chargen ins Internet.

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